Die Amtsvormundschaft hat laut deren «Chefin» Brigitte Rüedin (Vizeammann Rheinfelden) ein relativ ruhiges Jahr erlebt. Durch einen Personalwechsel wurde die Belastung für die Angestellten jedoch zeitweilig grösser. «Neuzugänge erfordern nun mal einen gewissen Aufwand, und das schlägt sich in den Pensen nieder», sagte die Leiterin dieser Stelle. Sie selber wünscht sich Kapazitäten für die Betreuung von Menschen in Altersheimen oder anderen Senioreninstitutionen.

Die Abteilung für persönliche Beratung und Frauenberatung hat ihre Dienste gründlich analysiert und dadurch die geleistete Arbeit hinterfragt. Die Zahl der Beratungen und Kriseninterventionen, hauptsächlich bei Klientinnen, nähmen laufend zu. Man sei zurzeit daran, Synergien mit anderen Stellen zu bündeln, um Arbeitserleichterung zu erzielen.

Mangelnde Sorgfaltspflicht der Eltern

Der Schulsozialdienst (SSD) hatte im Jahr 2009 einen hohen Kommunikationsbedarf zwischen den einzelnen Standorten. Verhandlungen mit einzelnen Gemeinden, darunter Möhlin und Zeiningen, scheiterten, weil diese den Schulsozialdienst in Eigenregie besorgen. Es wurden aber auch Gemeinden ausserhalb der Bezirke Rheinfelden und Laufenburg in den Gemeindeverband der Sozialdienste einbezogen. Eines der Themen, das sich zunehmend manifestiert, sei die Frage der Disziplin respektive der Umgang mit mangelndem Respekt seitens der Schülerinnen und Schüler, war vom Stellenleiter Roland Amsler zu hören, aber auch die mangelnde Sorgfaltspflicht der Eltern und deren Überforderung in der Erziehung.

Räume für Besprechungen

Die Mütter- und Väterberatung hat ebenfalls Kapazitätsengpässe. Hausbesuche und telefonische Gespräche von unterschiedlicher Dauer machen das Arbeiten schwierig. Ausserdem wird bemängelt, dass nicht in allen Gemeinden geeignete Räume für die Beraterin zur Verfügung stehen. Die innovative Stelle führt in nächster Zukunft ein Kleinkinder-Monitoring ein, welches die Eltern zur gesunden Ernährung und Bewegung ihres Nachwuchses animieren soll. Der Kanton übernimmt die anfallenden Kosten während zweier Jahre.

Beim Logopädischen Dienst musste wegen Überbeanspruchung eine Stellenerhöhung um 110 Prozent vorgenommen werden. Die Fachstelle rät den Eltern bei Problemen in Bezug auf die Sprache, auf jeden Fall Kontakt mit der für den Wohnort zuständigen Logopädin aufzunehmen. Auch Schulleitungen können sich an die Logopädiestelle wenden. Abschliessend erklärte Brunette Lüscher, dass das Budget ausgeglichen sei, und sie stellte in Aussicht, dass im November der Entscheid für eine Lohnerhöhung um zwei Prozent für die Angestellten gefällt werde.