Rheinfelden
Facettenreiches Jahreskonzert: Neuer Dirigent als Glücksgriff

Der neue Dirigent der Stadtmusik Rheinfelden Jonathan Graf bestand seine Bewährungsprobe und wurde mitsamt Orchester vom Publikum mit viel Beifall bedacht.

Peter Rombach
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Die Stadtmusik Rheinfelden präsentiert auf der hell erleuchteten Bühne im Bahnhofsaal einen genussreichen Melodienreigen.

Die Stadtmusik Rheinfelden präsentiert auf der hell erleuchteten Bühne im Bahnhofsaal einen genussreichen Melodienreigen.

Peter Rombach

Lädt die Stadtmusik zu ihrem Jahreskonzert in den Bahnhofsaal ein, ist Klangvolles auf hohem Niveau angesagt. Der Samstagabend bot denn auch Musikgenuss, Kulinarisches sowie eine Fülle an Gesprächs- und Begegnungsmöglichkeiten, fraglos sehr zur Freude von Präsident Benjamin Steiger. Der neue Dirigent Jonathan Graf habe schon von der ersten Probe an intensiv an «diesem wunderbaren Programm» gearbeitet, bekannte Steiger. Und auch im attraktiv gestalteten, von zahlreichen Sponsoren unterstützten Programmheft verwies er auf die Motivationsfähigkeit von Graf: «Es ist ihm gelungen, aus uns vielfältige Klangfarben heraus zu kitzeln.»

Vielfältige Klangfarben

Genau dies erlebte und faszinierte das Publikum. Das rund 40 Leute starke Orchester agierte höchst konzentriert, aber dennoch locker auf der Bühne. Diverse Solisten präsentierten sich als wahre Könner auf ihren Instrumenten: Trompete, Querflöte, Posaune und Klarinette kamen voll zur Geltung. Und nicht zu überhören die wie üblich im Hintergrund angeordneten und dennoch je nach Musikstück dominierenden Schlaginstrumente. Beispielsweise in dem Stück «Henry V» von Patrick Doyle, als der Dirigent aus dem Klangkörper einen dumpfen Schlachtenlärm zwischen Franzosen und Engländern ebenso inszenierte wie melancholische oder besinnliche Melodien.

Ein musikalisches Feuerwerk entfachte «Song an Samba» und weckte Erinnerungen an den facettenreichen Karneval in Rio. «Let’s make Music» galt dann als Aufforderung, sich für die Stadtmusik zu interessieren und dort aktiv mitzuwirken. In diesem Sinne kam auch die Aufforderung von Moderatorin Darina Benkert, die mit heiteren Anmerkungen und interessanten Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Musiktiteln durch das Programm führte.

«Glücksgriff» für die Stadtmusik

«Musik in Bewegung» war heuer das Motto des Jahreskonzertes. Es gab Blues- und Jazz-Elemente, Big-Band-Sound und sogar einen gregorianischen Choral. Der erst seit Januar dieses Jahres amtierende Dirigent Jonathan Graf aus Arlesheim, unter 30 Kandidaturen ausgewählt, lieferte eindrucksvolle Beweise seines Könnens. Er studierte Blasorchesterdirigent, absolvierte an der Musikhochschule Basel ein Schulmusikstudium und belegte einen Studiengang für Kulturmanagement; er spielt Trompete, Klavier, Oboe und ist auch im Gesang ausgebildet. «Ein Glücksgriff für die Stadtmusik Rheinfelden», attestierte ein freudestrahlender Präsident Steiger zum Schluss des Konzertabends.

Für einen genussreichen Auftakt sorgte das neu formierte Jugendblasorchester der Musikschule Rheinfelden-Kaiseraugst unter Leitung des quirligen Dirigenten Edward Cervenka. Interpretationen aus der berühmten West-Side-Story begeisterten das Publikum, welches sich von den musikalischen Leistungen der Jugendlichen ebenfalls beeindruckt zeigte.

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