Untersuchung
Explosion in Gansingen: Der Schaden beträgt über eine halbe Million Franken

Die Staatsanwaltschaft hat die Untersuchungen abgeschlossen und gibt das Areal um die Brandruine in dieser Woche frei. Wer für den Schaden am niedergebrannten Haus aufkommt, ist noch offen.

Dennis Kalt
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Die Explosion hat ausser Schutt nicht mehr viel übrig gelassen.

Die Explosion hat ausser Schutt nicht mehr viel übrig gelassen.

Eine gewaltige Explosion, weggesprengte Mauern, ein niedergebranntes Haus – die Tragödie vom vorletzten Sonntag in Gansingen, bei der zwei Personen ums Leben kamen, hat eine ganze Gemeinde in Fassungslosigkeit versetzt.

Neben der Frage nach dem Warum, die wohl nie ganz beantwortet werden kann, stellen sich auch Fragen wie: Wer beseitigt den Schaden? Und wer kommt für diesen auf?

Laut Fiona Strebel, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft, sind die Untersuchungen auf dem Areal der Brandruine abgeschlossen. «Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg wird das Areal im Verlauf der Woche freigeben», sagt Strebel.

Schaden wird genau geschätzt

Sobald die Freigabe erfolgt, werden die Sachverständigen der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) ein zweites Mal vor Ort sein, um die Kosten der Schäden, die auf dem Areal entstanden sind, konkret zu beziffern. «Grundsätzlich übernehmen wir alle Schäden, die durch die Explosion und den Brand an den umliegenden Gebäuden und Grundstücken entstanden sind», sagt Christina Troglia, Generalsekretärin der AGV.

Derzeit gehen die Ermittlungsbehörden davon aus, dass der Brand beziehungsweise die Explosion absichtlich herbeigeführt wurden. Die Frage, ob die Gebäudeversicherung auch den Schaden am niedergebrannten Gebäude reguliert, lässt Troglia offen: «Wenn das abschliessende Ermittlungsergebnis feststeht, werden wir dieses prüfen und dann entscheiden», sagt sie.

Ist die konkrete Bezifferung der Schäden erfolgt, dann beauftragt die AGV einzelne Unternehmen mit der Beseitigung und den Reparaturen der Schäden. Dazu gehört unter anderem die Reparatur von Dachziegeln und Fenstern eines angrenzenden Hauses sowie die Beseitigung von Glasscherben auf einer Wiese – nach einer ersten Schätzung beläuft sich dieser Schaden auf rund 20 000 Franken.

Bereits einen Tag nach dem Vorfall waren Sachverständige der AGV auf dem Areal, um sich einen groben Überblick über den entstandenen Schaden zu verschaffen: «Die Höhe des Schadens am niedergebrannten Gebäude liegt etwa bei 530 000 Franken. Sofortmassnahmen wie Absperrungen und der Abbruch von stark einsturzgefährdeten Gebäudeteilen sowie Kosten für die Aufräumarbeiten sind in dieser Summe inkludiert», sagt Troglia und schiebt nach, dass es sich dabei nur um eine erste grobe Annäherung handelt.