Oeschgen
Es wird schöner im Schönauer Schlössli

Im über 400-jährigen Schönauer Schlössli in Oeschgen sind Renovationsarbeiten im Betrag von 65000 Franken sind in den Wohnungen vorgesehen. Denn seit der Sanierung in den Siebzigern wurde nur die Küche im ersten Stock erneuert.

Walter Christen
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Sanierungen in den Mietwohnungen vorgesehen: Schönauer Schlössli im Dorfzentrum von Oeschgen. chr

Sanierungen in den Mietwohnungen vorgesehen: Schönauer Schlössli im Dorfzentrum von Oeschgen. chr

Das aus dem Jahr 1597 stammende Schönauer Schlössli in Oeschgen, ein spätgotisches Herrenhaus mit polygonalem Treppenturm, diente der Linie Schönau-Oeschgen zeitweise als Residenz. Nach dem Ende der Schönauer Herrschaft verfiel der Wohnsitz zusehends. Das Schlössli wurde zu Beginn der 1970er-Jahre von der Einwohnergemeinde Oeschgen übernommen und renoviert. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und beherbergte bis Ende 2001 die Gemeindeverwaltung sowie zwei Wohnungen. Seit der Schlössli-Sanierung 1974 bis 1976 wurde lediglich die Küche im ersten Stock erneuert. Später gab es neue Fenster in der Wohnung im ersten Obergeschoss (1. Etappe) und in der Dachwohnung sowie im Spielgruppenraum im Parterre (2. Etappe). Ausser kleineren Reparaturen wurden sonst keine Unterhaltsarbeiten ausgeführt.

Doch jetzt soll es im Schönauer Schlössli schöner werden, denn: «Die Badezimmer befinden sich in einem schlechten Zustand und sollten unbedingt saniert werden», so der Gemeinderat in seiner Botschaft an die Stimmberechtigten. Die Behörde beabsichtigt, zugleich den Bodenbelag im Büro der Mietwohnung im ersten Stock zu ersetzen sowie die Decke und Wände neu streichen zu lassen. Es wird mit Kosten von insgesamt 65 000 Franken gerechnet. Der Kredit wird der Gemeindeversammlung vom 23. November unterbreitet.

Adelsgeschlecht aus dem Elsass

Bei den Schönauern handelt es sich übrigens um ein altes elsässischens Adelsgeschlecht mit gleichnamigem Stammhaus am Rhein, östlich von Schlettstadt, das sich im 14. Jahrhundert im Südschwarzwald niederliess und dort die Linien Schönau-Wehr, Schönau-Zell, Schönau-Schwörstadt und Schönau-Oeschgen begründete. In der so genannten Loskaufurkunde der Hauensteiner aus der Leibeigenschaft vom 21. Februar 1741 tritt ein Baron Franz Otto von Schönau-Oeschgen als Grossmeier des Fridolinsstift in Säckingen in Erscheinung. Die Urkundenregeste beginnt wie folgt: „Die Aebtissin Maria Josefa zu Säckingen mit ihrem Capitel von Frauen und Herren", sodann Baron Franz Otto von Schönau, Herr zu Oeschgen, Wegenstetten, Rippolingen und Obersäckingen, als „stiftischer Grosmaier".