Aller Anfang sei schwer, behauptet eine Redewendung. Für Fricktaler Wirte scheint die Redewendung jedoch nicht zu gelten. «Das Geschäft ist gut angelaufen», sagt etwa Fabio Clausi. Er führt seit einem halben Jahr das Restaurant Post in Münchwilen, das der Ortsbürgerstiftung gehört und zuvor lange leer gestanden hatte.

Das Lokal lockt unter dem Namen «Gusto italiano» mit italienischen Spezialitäten und ist sowohl mittags als auch abends gut frequentiert, wie Clausi sagt. Das Konzept, die Karte alle zwei bis drei Wochen zu wechseln, habe sich bewährt, so Clausi weiter.

Ebenfalls Pizza und italienische Spezialitäten serviert Samet Rustemi seit gut sieben Wochen im «Rebstock» in Frick. Daneben setzt Rustemi aber auch auf gutbürgerliche Schweizer Küche. Wie Clausi, der vor seinem Engagement in Münchwilen in Bözen seine Gäste bewirtete, ist auch Rustemi in der Region kein Unbekannter. Im Gegenteil: 18 Jahre lang führte er den «Hirschen» in Gipf-Oberfrick und hat sich dabei eine Stammkundschaft erarbeitet.

Mehr Personal benötigt

Mit seinem Start in Frick ist der gebürtige Mazedonier «sehr zufrieden». Obwohl die Einrichtungszeit im frisch renovierten «Rebstock» knapp gewesen sei, habe sich mittlerweile alles gut eingependelt, sagt er. Allerdings waren dank der guten Gäste-Resonanz erste Anpassungen nötig: «Ich musste das Team vergrössern», sagt er, «nun haben wir alles gut im Griff.» Vom Geschäftsgang sei er «positiv überrascht». Täglich bietet Rustemi fünf Mittagsmenüs an. «Dieses Angebot wird immer bekannter», sagt er. «Viele Gäste kommen aber auch am Freitagabend und am Wochenende.»

Neustes Mitglied in der Fricktaler Gastronomie-Szene ist Irène Hofmann-Weber mit ihrem «Steinbock» in Stein, den sie Anfang Monat eröffnet hat. «In den ersten drei Wochen war ich selten alleine», sagt sie lachend, «das Geschäft ist sehr gut angelaufen.» Znüni sowie die Mittagsmenüs, seien beliebt, «auch die halben Portionen brauchen wir oft», so Hofmann. Viele Gäste kämen wohl in dieser Anfangsphase auch aus Neugier vorbei, ist ihr bewusst. Aber: «Wir gehen auf die Kunden zu und auf ihre Wünsche ein. Sind sie zufrieden, kommen sie sicherlich auch wieder.»

Auf die Kunden zu geht auch Claudia Steinacher. «Ich versuche, die Werbetrommel zu rühren und verteile beispielsweise ab und zu Bons.» Steinacher führt seit Anfang Juli das Bistro Erwin’s im Laufenburger Rehmann-Museum, das von Mittwoch bis Freitag und sonntags geöffnet hat. «Es ist eine spezielle Situation», sagt sie. «Da es im Museum vorher kein Bistro gab, muss das Angebot erst noch bekannt werden.» Dies gelingt anscheinend. «Die Besucherfrequenz steigerte sich in letzter Zeit», sagt Steinacher. Oft kämen ins «Erwin’s» Leute, die «in ruhigem Ambiente ihr Mittagessen oder ein Stück Kuchen geniessen wollen». Die Mittagspause könne bei diesen Gästen dann gut auch mal bis 14.30 Uhr dauern. «Es wäre aber auch schön, wenn noch vermehrt Geschäftsleute den Weg ins Bistro fänden.

Suche nach Pächter läuft

Die positiven Start-Meldungen dürften auch Liegenschaftsbesitzer ermutigen, die auf der Suche nach einem neuen Pächter sind. Guido Maier etwa sucht für die «Probstei» in Laufenburg auf den kommenden Mai einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für die aktuelle Wirtin Manuela Imhof. «Auf die Ausschreibung sind verschiedene Bewerbungen eingegangen», so Maier. Diese würden derzeit gesichtet und geprüft. «Wir wollen jemanden finden, der mit Herz und Seele dabei ist», betont Maier.

Ebenfalls noch auf der Suche ist Anton Rebmann für den Gipf-Oberfricker «Hirschen». Er hat bislang noch keinen Nachfolger für Samet Rustemi gefunden. Das Restaurant sei weiterhin ausgeschrieben, so Rebmann. Derzeit würden allerdings Renovierungsarbeiten ausgeführt.