Eiken

Es kommt Leben in das Areal der ehemaligen Mühle

Aussenansicht von der Schupfarter Strasse: Wettbewerbsprojekt für eine Überbauung des Areals Mühle/Mühlegarten in Eiken. – Foto: pd

Aussenansicht von der Schupfarter Strasse: Wettbewerbsprojekt für eine Überbauung des Areals Mühle/Mühlegarten in Eiken. – Foto: pd

An einem mit fünf Teams durchgeführten Wettbewerb ging es um die Planung des Areals der ehemaligen Mühle und des Mühlegartens in Eiken. Im besten Falle kann in 2 Jahren mit der Realisierung der Überbauung begonnen werden.

An der Gemeindeversammlung in Eiken wurden die Projekte für die Planung des Mühle-Areals präsentiert. Erfreulicherweise kommt jetzt Leben in das seit Jahren brach liegende Gelände am Dorfeingang von Schupfart her: Jury und Experten erkoren einstimmig Anton Giess AG, Architektur und Immobilien, Rheinfelden/Jeker Architekten, Basel, zum Sieger des im Auftrag des Gemeinderats durchgeführten Wettbewerbs. Das Projekt «Mühlistei» überzeugt durch den treffenden architektonischen Lösungsansatz mit 30 hochwertigen Wohnungen für verschiedene Altersgruppen, die an attraktiver Lage in Zentrumsnähe realisiert werden könnten.

Die Einwohnergemeinde Eiken verfügt am südlichen Dorfeingang über ein rund 1 Hektare grosses Grundstück (Areal Mühle), wovon 5167 Quadratmeter in der Bauzone (Wohnzone 2b und Dorfkernzone) liegen. Es handelt sich dabei um eine der letzten noch nicht überbauten Inseln im Bauzonenplan der Gemeinde, die erschlossen und überbaut werden kann.

Der Gemeinderat möchte das grosse Potential des Areals Mühle nutzen und eine hohe Wertschöpfung für die Gemeinde generieren. Für die Realisierung einer erfolgversprechenden Arealüberbauung bewilligte die Gemeindeversammlung am 21. Juni vorigen Jahres einen Kredit von 100 000 Franken für die Durchführung eines Architektur- und Investorenwettbewerbs.

Damit die gesteckten hohen Ansprüche an den Wettbewerb erreicht werden können, setzte der Gemeinderat in der Person von William Steinmann, diplomierter Architekt ETH/SIA, Wettingen, einen ausgewiesenen Experten für die Vorbereitung und Begleitung des Wettbewerbs sowie ein erfahrenes Preisgericht mit Fachexperten für die Beurteilung der eingehenden Projekte ein.

Auf Anfrage hin gingen beim Gemeinderat verschiedene Bewerbungen von Architekten und Investoren ein. Zum Wettbewerb wurden folgende Teams zugelassen: Anton Giess AG, Architektur und Immobilien, Rheinfelden/Jeker Architekten, Basel; Feldmann Immobilien AG, Muri AG/Architekturbüro Miroslav Sik, Zürich; Häring Projekt AG, Eiken/Blaser Architekten AG, Basel; Salzmann Architekten, Othmarsingen/Salzmann Familien AG, Othmarsingen; 5 Architekten AG, Wettingen/Markstein AG, Baden. Alle reichten dem Gemeinderat fristgerecht die Wettbewerbsunterlagen ein.

Anderthalb Tage juriert

Die eingesetzte Jury sowie die Experten nahmen die Wettbewerbsbeurteilung gemäss Wettbewerbsprogramm in anderthalb Tagen vor. Nach einer ersten freien Besichtigung wurden alle Projekte anhand der Beurteilungskriterien im Detail beurteilt und diskutiert. Dabei wurden einerseits die Charakteristik der Projekte besprochen und andererseits anhand der Beurteilungskriterien die positiven und negativen Punkte herauskristallisiert. In einem Ausscheidungsverfahren in zwei Rundgängen wurde das Siegerprojekt ermittelt.

Einstimmig für «Mühlistei»

Sowohl die Jury als auch die Experten erkoren einstimmig das Projekt «Mühlistei» des Architekten- und Investorenteams Anton Giess AG, Architektur und Immobilien, Rheinfelden, und Jeker Architekten, Basel, zum Sieger. Dieses Projekt überzeugt durch seinen hervorragenden Lösungsansatz an dieser schwierigen, anspruchsvollen Lage am südlichen Dorfeingang. Auch der offerierte Landpreis von 250 Franken pro Quadratmeter unerschlossenen Baulandes liegt über dem Durchschnitt der eingereichten Angebote.

Mit diesem Projekt können auf dem Areal Mühle 30 hochwertige Wohnungen für verschiedene Altersgruppen geschaffen werden. Zusätzlich bietet dieses Projekt noch 4 attraktive Gewerberäumlichkeiten an guter Lage im Bereich der Schupfarterstrasse an.

«Gemeinderat hoch erfreut»

«Der Gemeinderat zeigt sich hoch erfreut, dass mit dem gewählten Verfahren des Architektur- und Investorenwettbewerbs sehr unterschiedliche Lösungen eingereicht wurden und das so gewonnene Siegerprojekt zu einem höchst erfreulichen Resultat führte», stellte der Eiker Gemeindeammann Peter Balzer bei der Präsentation des Wettbewerbs vor den Medien fest. Es dürfe festgestellt werden, dass mit dem Projekt ein seit vielen Jahren brach liegendes Baugebiet in absehbarer Zeit genutzt und für die Gemeinde eine äusserst sinnvolle Entwicklung generieren werde.

Die Gemeinde räumt dem Wettbewerbsgewinner gegen Bezahlung eines Betrages von 50 000 Franken ein auf 5 Jahre befristetes Kaufsrecht zum Zuschlagspreis von 250 Franken pro Quadratmeter Bauland ein. Die Eigentumsübertragung erfolgt nach Rechtskraft des Gestaltungsplanes, wobei der Gemeinde ein Rückkaufsrecht zum Verkaufspreis ohne Zins zusteht, wenn innert 2 Jahren seit Rechtskraft der Baubewilligung mit der Überbauung nicht begonnen wird.

Die Wettbewerbsgewinner haben nun auf der Basis des Siegerprojekts über das Areal Mühle einen Gestaltungsplan auszuarbeiten. Bei einem zügigen Verfahrensablauf kann davon ausgegangen werden, dass in rund 2 Jahren mit einer Projektrealisierung gerechnet werden darf.

An der Gemeindeversammlung – es nahmen 64 der 1464 Stimmberechtigten teil – wurden die Wettbewerbsarbeiten ebenfalls vorgestellt, die vom 28. Juni bis zum 4. Juli im Saal des Gemeindehauses im Dachgeschoss öffentlich zugänglich sind: Samstag, 28. Juni, von 10 bis 12 Uhr (ein Mitglied der Jury wird anwesend sein); Sonntag, 29. Juni, 14 bis 16 Uhr; Montag, 30. Juni, bis Freitag, 4. Juli, jeweils 8 bis 12 und 13.30 bis 17 Uhr.

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