Frick

«Es ist wichtig, dort zu helfen, wo wir auch wirklich helfen können

Militärdirektorin Susanne Hochuli überreicht Georges Brogle von der Rumänienhilfe Wegenstetten symbolisch eine der 280 Armeebrillen.HOT

Militärdirektorin Susanne Hochuli überreicht Georges Brogle von der Rumänienhilfe Wegenstetten symbolisch eine der 280 Armeebrillen.HOT

Menschen aus Rumänien werden dank Schweizer Armeebrillen bald besser sehen. Angeregt hat die Spende Regierungsrätin Susanne Hochuli. Umgesezt hat sie nun die Rumänienhilfe Wegenstetten. Die ersten 280 Brillen sind auf dem Weg.

Anlässlich ihres Besuches einer militärischen Entlassungsfeier regte Militärdirektorin Susanne Hochuli an, sich Gedanken über eine sinnvolle Weiterverwendung der hochwertigen Militärbrillen zu machen. Das Kreiskommando setzte die Tat unbürokratisch um; mit dem Projekt «Rumänienhilfe Wegenstetten» konnte eine Organisation gefunden werden, die mit ihrem speziellen Projekt «Optikbrille» die Militärbrillen sinnvoll einsetzen wird.

Am Mittwochabend fand im Hotel Platanenhof in Frick die Übergabe der ersten 280 Brillen durch Frau Landammann Susanne Hochuli an den Präsidenten der «Rumänienhilfe Wegenstetten», Georges Brogle, statt.

So sieht die Sonne aus

Zur Frage, warum gerade diese Organisation berücksichtigt wurde, stellte Susanne Hochuli fest: «Es ist wichtig, dort zu helfen, wo wir auch wirklich helfen können, und das ist hier ganz klar der Fall.» Kreiskommandant Rolf Stäuble ergänzte: «Dieses sinnvolle Projekt soll weitergeführt werden. Wir werden zudem abklären, ob allenfalls auch anderes Material zur Verfügung gestellt werden kann.»

Georges Brogle zeigte sich erfreut über diese willkommene Unterstützung: «Wir haben in Rumänien oben an der ukrainisch-moldavischen Grenze ein riesengrosses Optik-Projekt laufen und was dort tagtäglich abläuft, geht wirklich unter die Haut.» Als Beispiel erwähnte er ein Mädchen, das nach der von der «Rumänienhilfe Wegenstetten» finanzierten Operation des Grauen Stars jubelte: «Ist das schön, jetzt weiss ich, wie die Sonne aussieht.» Bevor die 280 Aargauer Militärbrillen nach Rumänien gebracht werden, werden sie ausgemessen und katalogisiert.

Es kommt viel zurück

Unentgeltlich tätige Optiker-Teams führen dort in regelmässigen Abständen für die Menschen kostenlose Augentests durch und geben ihnen die entsprechende Brille ab. Georges Brogle: «Wir arbeiten dort völlig unkompliziert, aber sehr effizient.» Susanne Hochuli will sich, wie sie am Mittwochabend in Frick betonte, selber vor Ort ein Bild über die Situation machen.

Zudem rief sie zu vermehrter Freiwilligenarbeit auf: «Es sollten sich viel mehr Leute bei solchen Projekten einsetzen. Wer sich für eine solche Sache einsetzt, der wird bald einmal feststellen, was man alles bewirken kann und dass man auch viel zurückbekommt.»

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