Laufenburg
«Es ging gleich von 0 auf 100» – Neo-Hotelier ist zufrieden mit seinem Start am Schlossberg

Roman Maier und Yvonne Waldburger sind mit dem Gästehaus am Schlossberg in Laufenburg gut gestartet. Die weitere Entwicklung hängt auch vom Coronavirus ab.

Thomas Wehrli
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Roman Maier und Yvonne Waldburger

Roman Maier und Yvonne Waldburger

Zur Verfügung gestellt

Er ist zufrieden. «Der Start ist geglückt», sagt Roman Maier, Geschäftsführer der Bäckerei Maier in Laufenburg und seit Juli auch Hotelier. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Yvonne Waldburger führt er das neue Gästehaus am Schlossberg mit seinen acht Zimmern.

«Es ging gleich von 0 auf 100», freut sich Maier. Seit dem ersten Wochenende ist das Gästehaus gut gebucht – und auch für die nächsten Wochen liegen schon etliche Reservationen vor. «Im ersten Betriebsjahr haben wir mit einer Auslastung von 50 Prozent kalkuliert», sagt Maier. «Da sind wir auf Kurs.»

Entwicklung von Corona abhängig

Besonders gefragt waren die Zimmer in der ersten Wochen an den Wochenenden. Die Sommerferien kamen dem Neu-­Hotelier da entgegen. Neben Wanderern, Bikern, Familien und Reisegruppen buchten in der Startphase auch Geschäftsleute die Zimmer. Auf sie setzen Maier und Waldburger, die als Gastgeberin fungiert, dann auch im Winterhalbjahr, wenn weniger Touristen nach Laufenburg kommen. Und auf Leute, die länger als eine Nacht bleiben. «Wir hatten jetzt schon Gäste, die bis zu zwei Wochen bei uns logiert sind», so Maier. Er ist gespannt, wie sich das zweite Halbjahr entwickelt. «Das hängt auch von der Coronasituation ab», weiss er.

Vom Bau her – die Ortsbürgergemeinde hat die ehemalige Grimmer-Liegenschaft mit viel Fingerspitzengefühl umgebaut – sind die Zimmer nicht identisch. «Das finden die Leute cool», sagt Maier. Am besten gebucht sei bislang das Zimmer mit Balkon und Blick auf die Schlossbergmatte. «Gleich dahinter folgt die Junior-Suite.»

Die Gästeschar ist international. Neben Schweizern, die den Hauptharst stellen, steigen Deutsche, Franzosen, Niederländer und Österreicher im Gästehaus in der Altstadt ab.

Gastgeber sind auch ­Ratgeber

Gut kommt bei den Gästen auch an, dass sie im nahen Café Maier das Frühstück dazu buchen können. «Das machen drei Viertel der Gäste», sagt Maier. Es sei eine Win-win-Situation, findet er. Die Gäste kommen in den Genuss eines Bäcker-Frühstücks, die Bäcker-Familie in den Genuss einer zusätzlichen Auslastung.

Als Gastgeber sind Yvonne Waldburger und Roman Maier auch immer wieder als Ratgeber gefragt. Maier lacht. «Wir sind automatisch auch eine Art Reisebüro.» So beraten sie die Gäste, was sie unternehmen können, wo etwas los ist oder wo sie zu Abend essen können. «Dazu arbeiten wir eng mit der Tourist-Info zusammen», erklärt Maier.

«Gefragt werden wir immer wieder auch nach Geheimtipps.» Da müssen die beiden jeweils nicht lange überlegen, denn das Städtchen bietet viele romantische, mystische und verträumte Orte, die zu besuchen sich lohnt. «An einem schönen Sommerabend durch die Badstube flanieren», nennt Maier einen seiner Tipps.