Ueken
Es gibt zwei Plätze im Gemeinderat, doch nur einen Kandidaten

Am 10. April wählen die Ueker einen neuen Gemeinderat. Am Freitag lief die Anmeldefrist für die Kandidaten ab.Robert Schmid stellt sich zur Wahl – auch als Ammann.

Nadine Böni
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Robert Schmid kandidiert als Gemeindeammann. zvg

Robert Schmid kandidiert als Gemeindeammann. zvg

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Gestern Freitag, 12 Uhr. Da lief die Anmeldefrist für offizielle Kandidaturen ab. Zwei Plätze sind nach den Rücktritten von Gemeindeammann Stefan Bühler und Gemeinderat Giacomo Ruggaber im Ueker Gemeinderat frei. Gemeldet hat sich innerhalb der Frist ein Kandidat: Robert Schmid möchte Gemeinderat und auch gleich Ammann werden. Das bestätigt das Wahlbüro Ueken auf Anfrage der az.

Der 50-Jährige ist in Ueken aufgewachsen. Seit zwei Jahren sitzt er in der Finanzkommission. Während mehreren Jahren war er auch als Feuerwehrkommandant tätig. Schmid ist Meisterlandwirt und lebt in einer Beziehung. «Ich habe mich entschieden, zu kandidieren. Es ist wichtig, Ruhe und Vertrauen in die Gemeinde zu bringen, und ich glaube, dass ich dazu beitragen kann», erklärt er.

Zurück auf eine sachliche Ebene

Schmid deutet damit schon an, was die Gemeinde in den vergangenen Monaten beschäftigt hat: Uneinigkeiten im Gemeinderat, wegen derer im Sommer gar drei Gemeinderäte zwischenzeitlich demissionierten. Nachdem vom Kanton eine Untersuchung eingeleitet wurde, zogen sie ihre Rücktritte zurück; gleichzeitig erklärte Ammann Stefan Bühler den seinen.

«Die vergangenen Monate haben auch mich beunruhigt», sagt Robert Schmid. «Aber ich bin überzeugt, dass wir jetzt einen gemeinsamen Weg finden müssen. Vor allem, um wieder auf eine sachliche Ebene zu kommen.»

Klare Worte zur Deponie Buech

Mit den aktuellen Gemeinderäten Karlheinz Lenzke, Marco Mayr und Max Ries hat Schmid bereits Gespräche führen können. Das stimme ihn positiv, sagt er. «Ich bin zuversichtlich, dass wir das Schiff wieder auf Kurs bringen.»

Die grössten Herausforderungen Uekens sieht Schmid bei den Finanzen sowie bei der Deponie Buech. «Mir ist es wichtig, Herznach als Partner zu behalten», sagt Schmid. Würde er in den Gemeinderat gewählt, stünde für ihn deshalb das Anliegen im Vordergrund, mit der Nachbargemeinde einen Konsens zu finden. Gleichzeitig aber spricht er schon einmal klare Worte: «Ich werde mich für Ueken einsetzen. Die Deponie Buech ist für mich nicht zu akzeptieren.»

Die Ersatzwahlen in Ueken finden am 10. April statt. Im Dorf laufen bis dahin die Bestrebungen weiter, einen zweiten Kandidaten für den Gemeinderat zu finden.

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