Stein

«Es fehlen die Worte»: Gemeinde gedenkt dem tödlich verunglückten Brunnenmeister

Die Gemeinde Stein traf sich zur Trauerfeier für den bei einem Arbeitsunfall tödlich verletzten Kollegen. Trotz des Unglücks gibt es auch organisatorische Fragen zu klären.

Es sind schwere Tage für die Gemeinde Stein. Am Freitag verlor ein Mitarbeiter des Bauamts bei einem Arbeitsunfall sein Leben. Er hatte mit einem Fahrzeug des Werkhofs Arbeiten am Rheinufer erledigt, als das Fahrzeug ins Rutschen geriet und in den Fluss stürzte. Der 26-Jährige erlag noch auf der Unfallstelle seinen Verletzungen.

Beim Verunfallten handelt es sich um den Brunnenmeister der Gemeinde. Am Montag nun trafen sich das Gemeindepersonal, der Gemeinderat und weitere Personen zu einer übers Wochenende organisierten Trauerfeier im Saalbau.

Anschliessend ging man gemeinsam an den Unglücksort am Rheinufer, um des Verstorbenen zu gedenken. Sowohl am Freitag als auch am Montag waren Vertreter eines Care-Teams vor Ort, um mögliche Hilfestellungen aufzuzeigen.

Gemeindearbeiter stürzt mit Fahrzeug in Fluss und verunglückt tödlich (Tele M1, 4.7.2020)

TeleM1-Bericht vom 4. Juli: Gemeindearbeiter stürzt mit Fahrzeug in Fluss und verunglückt tödlich

In den Gedanken bei den Angehörigen und Freunden

«Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf eine solche Ausnahmesituation», sagt Gemeindeammann Beat Käser. «Bei so einer Nachricht, die zudem aus dem heiteren Himmel kommt, ist man geschockt.» Er könne selber noch nicht fassen, was geschehen sei. «Es ist so surreal, dass er nicht mehr da ist. Es fehlen die Worte.» Seine Gedanken seien bei den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen.

Obwohl die Rückkehr in den Alltag angesichts des Geschehenen schwierig sei, gelte es auch, organisatorische Fragen zu klären. «Wir werden unsere Dienstleistungen so gut wie möglich im bisherigen Rahmen aufrechterhalten», sagt Käser. Nachbargemeinden hätten ausserdem die Bereitschaft signalisiert, auszuhelfen. «Das nehmen wir dankbar zur Kenntnis», sagt Käser. Er spüre einen grossen Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden der Gemeinde. «Wir werden diese Situation gemeinsam meistern», ist er überzeugt.

Die Unfallursache ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg hat eine Strafuntersuchung eröffnet. Die Resultate liegen laut Staatsanwaltschaftssprecherin Fiona Strebel noch nicht vor. (nbo)

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