Ein bisschen scheint schon der Alltag eingekehrt zu sein in den Erweiterungsbau «Reha Ost» der Rheinfelder Rehaklinik. Bei einem Rundgang sind gut gelaunte Mitarbeitende zu sehen, für das Frühstück gedeckte Tische in der geriatrischen Abteilung und fein säuberlich aufgeräumte Therapieräume. Mitarbeitende und Patienten haben den neuen Trakt bereits im August bezogen, am Donnerstag nun wurde der 25-Millionen-Bau mit geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft offiziell eingeweiht.

Matthias Mühlheim, administrativer Direktor der Reha Rheinfelden, blickte bei dieser Gelegenheit kurz auf die Geschichte des Neubaus zurück – angefangen beim 2011 erstellten Betriebskonzept über die 2016 erteilte Baubewilligung bis zur Inbetriebnahme vor wenigen Wochen. Mit dem Neubau habe eine «merkbare Komfortverbesserung» erreicht werden können, sagte Mühlheim. So wurden die letzten Vierbettzimmer durch Doppelzimmer mit Nasszellen ersetzt. Mit den Eckzimmern mit alleiniger Nutzung, grossem Fernseher und Balkon soll ausserdem den höheren Ansprüchen der Privatpatienten Rechnung getragen werden.

Weitere bauliche Massnahmen

Auch der medizinische Direktor Thierry Ettlin betonte die Vorteile des Erweiterungsbaus. «Er erlaubt uns uneingeschränkt, Patienten mit Beeinträchtigungen jedes Schweregrads aufnehmen zu können.» Bisher seien einige Zimmer in den älteren Bereichen der Klinik gerade für Patienten mit hohem Schweregrad nur eingeschränkt geeignet gewesen.

In einem dieser älteren Gebäudeteile – dem Bettenhaus von 1974 – finden derzeit Sanierungsarbeiten statt. Diese sollen im kommenden Frühjahr abgeschlossen sein. Der Gebäudeteil wird künftig hauptsächlich als Büroräumlichkeiten genutzt. In den kommenden Monaten folgen ausserdem Sanierungs- und Umbauarbeiten unter anderem im Bereich «Medical Fitness» sowie in der Cafeteria. «Insgesamt werden noch einmal rund 5,5 Millionen Franken investiert», so Mühlheim.

Nach Abschluss der Umbauarbeiten wird die Bettenzahl der Rehaklinik von heute 184 auf 204 steigen. Grösste Abteilung bleibt die Neurologie. Für diesen Bereich sind über 110 Betten vorgesehen. Eine eigene Abteilung bildet neu die Geriatrische Rehabilitation. Dieser Leistungsauftrag habe sich seit der Erteilung 2015 zu einem wichtigen strategischen Pfeiler entwickelt, so Ettlin. Dem wird Rechnung getragen: Unter anderem gibt es im Erweiterungsbau einen separaten Speisesaal für Geriatrie-Patienten. Hier werde speziell auf ihre Ernährung geachtet, da bei diesen Patienten «leider oft eine Mangelernährung festgestellt wird», so Ettlin.

Lob der Regierungsrätin

Die beiden Direktoren zeigten sich überzeugt, dass mit der Erweiterung auch ein bedeutender Schritt für die Zukunft gemacht wurde. «Die Reha Rheinfelden wird ihre wichtige Positionierung halten können», so Ettlin.

Franziska Roth, Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales, überbrachte das Grusswort der Regierung. Sie würdigte den «wichtigen Beitrag der Reha Rheinfelden an die integrierte Versorgung im Kanton und in den umliegenden Kantonen» sowie deren «vorbildliche Umsetzung» der Vision Gesundheitsversorgung Aargau 2025.

Nach ihrer Ansprache liess sich die Regierungsrätin von Mühlheim und Ettlin sowie Verwaltungsratspräsident Dieter Conen den Neubau zeigen. Am Samstag lädt die Klinik auch Interessierte zu einem Tag der offenen Tür ein. In Führungen und Rundgängen können die Besucher einen Blick hinter die Fassaden der «Reha Ost» werfen.