Fricktal
Erhöhte Gefahr im Winter: So schützen Sie sich als Fussgänger

Wegen der kürzeren Tage steigt für Fussgänger in den Wintermonaten die Gefahr, Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden. Mit der passenden Kleidung lassen sich gefährliche Situationen oft vermeiden.

Dennis Kalt
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Für Fussgänger besteht zurzeit ein erhöhtes Risiko, weil sie in der Dunkelheit nur schwer zu sehen sind. (Archiv)

Für Fussgänger besteht zurzeit ein erhöhtes Risiko, weil sie in der Dunkelheit nur schwer zu sehen sind. (Archiv)

Lucas Zeugin

Eine 17-jährige Velofahrerin ist kurz vor Mitternacht auf einer unbeleuchteten Nebenstrasse unterwegs und kollidiert mit einem 69-jährigen Mann. Der erfasste Fussgänger erliegt drei Wochen später im Spital seinen schweren Verletzungen.

Dieser tödliche Unfall ereignete sich am 22. November letzten Jahres auf der Bahnhofstrasse in Mumpf. Hansueli Loosli, Leiter der Polizei Unteres Fricktal, weiss um die Gefahren die in den Wintermonaten aufgrund der kurzen Tagesdauer im Strassenverkehr lauern: «Neuralgische Punkte sind Strassen, die keine Trottoirs haben oder dort wo die Trottoirs in Strassen übergehen.»

Auch einige Fussgängerstreifen seien aufgrund des Strassenverlaufs und der fehlenden oder mangelnden Beleuchtung unvorteilhaft: «Wenn in der Finsternis ein schwarz gekleideter Passant an solch einem Fussgängerstreifen steht, kann es sein, dass ihn der Autofahrer einfach übersieht.» Im nächsten Jahr soll damit begonnen werden die Fussgängerstreifen flächendeckend auf ihre Verkehrssicherheit zu prüfen.

René Roth, Geschäftsführer von Argovia Taxi, machen in diesen lichtarmen Tagen unachtsame Fussgänger zu schaffen: «Heikel ist es, wenn Menschen dunkel angezogen sind und ohne zu schauen, über den Fussgängerstreifen gehen. Dies hat schon zu vielen Vollbremsungen geführt.» Ebenso sind für ihn Velofahrer ein Graus, die in der Finsternis ohne Beleuchtung unterwegs sind: «Da ist es nur eine Frage der Zeit bis es mal knallt.»

Mit positivem Beispiel geht der veloaffine Kaspar Lüscher aus Gipf-Oberfrick voran: «Das Velo muss mit einer angemessenen Beleuchtung ausgestattet sein. Dazu gehören Vorderleuchte und Rücklicht. Katzenaugen an den Speichen erhöhen die Sichtbarkeit.» Weiter seien Leuchtwesten und Handschuhe mit Reflektoren gute Mittel, um sich von der Dunkelheit abzuheben. «Und der Helm darf natürlich nie fehlen, falls man doch übersehen wird», ergänzt Lüscher.

«Greifen wir Velofahrer mit mangelnder Beleuchtung auf, dann beträgt die Busse 40 Franken auf einer beleuchteten und 60 Franken auf einer unbeleuchteten Strasse», sagt Werner Bertschi, Leiter der Polizei Oberes Fricktal.

Achtsamkeit sorgt für Sicherheit

Auch Hundebesitzer sollten beim frühmorgendlichen und abendlichen Spaziergang mit ihrem Vierbeiner bestimmte Regeln beachten, sagt Nicole Isler, Präsidentin des Kynologischen Vereins Fricktal: «Der Hund muss immer auf der linken Seite des Trottoirs geführt werden. Zusätzlich sollte man den Hund mit einem reflektierenden Halsband sichtbar machen und an die Leine nehmen.»

Bertschi rät den Fussgängern bei Dunkelheit generell zu mehr Achtsamkeit: «Besser am Fussgängerstreifen einmal mehr schauen und im Zweifel stehen bleiben.» Als Fussgänger sei weiter alles vorteilhaft was einen von der Dunkelheit abhebt wie Leuchtwesten und helle Kleidung. Für Schüler seien Schultheken mit reflektierenden Flächen empfehlenswert.

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