Fricktal

Erhöhte Kollisionsgefahr mit Wild – Autofahrer sollten Tempo drosseln

In der Dämmerung heisst es «Augen auf», um Wildunfälle zu vermeiden.

In der Dämmerung heisst es «Augen auf», um Wildunfälle zu vermeiden.

Um Wildunfälle zu vermeiden, sollte man im Fricktal mancherorts etwas langsamer fahren – so etwa auf der Ampfernhöhe und dem Bürersteig.

In der Nacht auf Sonntag werden die Uhren zurückgestellt. «Damit beginnt die Dämmerung, in der viele Tiere unterwegs sind, früher und überschneidet sich mit der Hauptverkehrszeit, was das Unfallrisiko erhöht», sagt Urs Hostettler, Jagdaufseher im Revier Eiken-Schupfart.

In besagten Revier starben 2018 insgesamt 19 Wildtiere bei Kollisionen. Damit liegt Eiken-Schupfart hinter dem Revier Rheinfelden-Ost (22) auf Platz zwei im unteren Fricktal. «Der Risikobereich zieht sich entlang der Kantonsstrasse von Eiken bis nach Wegenstetten», sagt Hostettler.

Im oberen Fricktal starben mit 31 die meisten Wildtiere im Revier Laufenburg-Sulz. «Besonders ärgerlich ist, dass viele Autofahrer, die von Richtung Laufenburg aus dem Baustellenbereich Richtung Sulz fahren, Gas geben, wenn wir ein Tier an der Unfallstelle bergen wollen», sagt Jagdaufseher Marcel Senn, der von den Verkehrsteilnehmern mehr Rücksicht einfordert.

Die meisten Wildunfälle im Revier gebe es zwischen Sulz und Mönthal auf der Ampfernhöhe. Vor etwa zehn Jahren wurden dort rund 40 Wildwarngeräte an der Strasse installiert. Durch das Licht der Fahrzeuge aktiviert, senden die Geräte hohe Pfeiftöne, welche die Tiere von der Strasse fernhalten. «Nach der Installation gingen die Unfallzahlen deutlich zurück», so Senn, der nachschiebt, dass mit Dauer die Tiere jedoch auch gegen das Geräusch abstumpften.

Alfred Bühler, Aufseher im Jagdrevier Gansingen, empfiehlt, während der Dämmerung das Tempo an neuralgischen Stellen zu drosseln. Diese seien dort, wo direkt an der Strasse grosse Weiden liegen. «Dort zieht es die Rehe gerne hin», sagt er. Ein solcher Abschnitt befindet sich von Gansingen in Richtung Remigen auf dem Bürersteig. 

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Autor

Dennis Kalt

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