Rheinfelden
Entsorgungsplatz wird grösser: Waser AG baut aus – kein Zusammenhang mit Hornussen

Die Waser Entsorgung AG kann ihren Standort im Gebiet Chleigrüt zwischen Möhlin und Rheinfelden ausbauen. Sie wird 1,2 Millionen Franken in den Ausbau ihres Standorts in Rheinfelden investieren.

Nadine Böni
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Das Entsorgungs- und Recyclingunternehmen Waser baut den Standort Rheinfelden bis 2022 massiv aus. nbo/Archiv

Das Entsorgungs- und Recyclingunternehmen Waser baut den Standort Rheinfelden bis 2022 massiv aus. nbo/Archiv

Nadine Böni

Die Waser Entsorgung AG kann ihren Standort im Gebiet Chleigrüt zwischen Möhlin und Rheinfelden ausbauen. Die Stadt Rheinfelden hat die Baubewilligung für das Projekt erteilt. Das ist den amtlichen Publikationen von dieser Woche zu entnehmen. Beim Unternehmen ist die Bewilligung bereits eingetroffen.

Sie enthalte verschiedene Bedingungen und Auflagen seitens der Behörden, «die wir zurzeit durchlesen», sagt Wilfred Torpy, Mitglied der Geschäftsleitung, gegenüber der AZ.

Bereits im vergangenen Jahr lag das Baugesuch für das Projekt öffentlich auf. Diesem waren die Dimensionen des geplanten Um- und Ausbaus zu entnehmen. So landen heute jährlich rund 30 700 Tonnen Abfall auf dem Areal. In Zukunft soll es deutlich mehr sein; im Baugesuch war die Rede von 150 000 Tonnen. Das wäre fast fünfmal so viel Abfall wie heute. Das Entsorgungs- und Recycling-Unternehmen mit Hauptsitz in Birsfelden BL «beabsichtigt, die Anlage zu einem Entsorgungscenter für Abfälle aus Industrie, Gewerbe und privaten Haushaltungen auszubauen», hiess es in einem dem Baugesuch beigelegten Bericht zur Umweltverträglichkeit.

Baustart so schnell wie möglich

Vorgesehen ist neben dem Neubau eines Bürogebäudes und der Sanierung der bestehenden Hallen vor allem die Erweiterung der Anlagen auf dem Areal. Zur neuen Infrastruktur gehören unter anderem eine Verschrottungsanlage für Bahnwagen, eine Metallschneide- und Schredderanlage für metallische Abfälle und eine Aufbereitungsanlage für verwertbare mineralische Bauabfälle wie etwa Backsteine, Beton oder Ziegel.

Nach Erhalt der Baubewilligung wolle das Entsorgungsunternehmen nun «unverzüglich mit den Bauarbeiten beginnen», sagt Wilfred Torpy. «Die geplante Bauzeit beträgt zwei bis drei Jahre in Etappen.» Es ist also davon auszugehen, dass das neue Entsorgungscenter spätestens 2022 in Betrieb geht. 1,2 Millionen Franken soll der Ausbau auf dem gut 15 500 Quadratmeter grossen Areal kosten.

Hornussen: Klarheit im April

«Zwischen dem Aus- und Umbau in Rheinfelden und der Situation in Hornussen besteht grundsätzlich kein Zusammenhang», sagt Wilfred Torpy. Dort betreibt die Waser Entsorgung AG ebenfalls ein Entsorgungscenter. Allerdings steht hinter dessen Zukunft seit einer Weile ein grosses Fragezeichen. Zur Erinnerung: Das Birsfelder Unternehmen hatte die Standorte in Rheinfelden und Hornussen 2016 von der in Konkurs gegangenen Klein AG übernommen. Im Januar dieses Jahres fand dann die konkursamtliche Versteigerung des Areals an der Mühlehalde in Hornussen statt. Die Waser Entsorgung AG bot als derzeitige Mieterin zwar mit, wurde aber überboten. Käuferin für 1,6 Millionen Franken ist die im Agrarsektor tätige Firma Herzog Hornussen AG (die AZ berichtete).

Der Mietvertrag der Waser Entsorgung AG für das Areal läuft noch bis Ende Jahr. Kurz nach der Versteigerung betonte man beim Entsorgungsunternehmen, dass man das Angebot einer Sammelstelle in der Region Hornussen-Frick aufrechterhalten wolle. Mit der neuen Besitzerin wurde inzwischen Kontakt aufgenommen. «Zurzeit sind wir in Verhandlungen mit den neuen Besitzern des Areals in Hornussen», sagt Torpy. Wie es mit dem Standort weitergeht, soll bis etwa Ende April feststehen.