Rheinfelden

Energiestadt schreibt neues Kapitel

Vertreter der Stadt, der Bauherrschaft und der AEW-Kundschaft freuen sich auf die nachhaltige Energiequelle «Rüchi». Bild: Dennis Kalt

Vertreter der Stadt, der Bauherrschaft und der AEW-Kundschaft freuen sich auf die nachhaltige Energiequelle «Rüchi». Bild: Dennis Kalt

Der Bau für die 25 Millionen teure Wärmezentrale «Rüchi» in Rheinfelden ist gestartet.

Die AEW sorgt mit ihren Wärmeverbunden Engerfeld und Ost dafür, dass die Bewohner der Zähringerstadt im Winter nicht frieren. Damit dies so bleibt, investiert das Energie-Unternehmen 25 Millionen Franken in den Bau der Holzschnitzelwärmeanlage «Rüchi», die hinter dem Feuerwehrmagazin an der Riburgerstrasse domiziliert wird.

Am Freitag Mittag fand auf dem Areal der Spatenstich statt. «Die neue Zentrale ermöglicht einen Zusammenschluss der Wärmverbunde Engerfeld und Ost sowie die Ausweitung des Versorgungsperimeters», sagte Marc Ritter, Leiter des Geschäftsbereichs Energie bei der AEW. Im Endausbau der Anlage können über 3000 Haushalte – Rheinfelden hat derzeit rund 6800 – mit Wärme aus erneuerbarer Energie versorgt werden. «Damit werden pro Jahr rund 2,8 Millionen Tonnen Heizöl oder 7000 Tonnen CO2 eingespart», sagte Ritter.

Einsprache vom Natur- und Vogelschutzverein

Gegen das Baugesuch der AEW ging eine Einsprache des Natur- und Vogelschutzvereins ein. In Verhandlungen einigte man sich darauf, ökologische Aufwertungsmassnahmen als Ausgleich umzusetzen. Hierbei handelt es sich etwa um Nistkästen oder Feucht-Biotope.

Bevor der eigentliche Bau der Wärmezentrale startet, werden noch bis Ende September die Wärme- und Werkleitungen zur Zentrale verlegt. Danach folgt der Aushub, bevor das Gebäude errichtet und mit der Technik ausgestattet wird. «Geplant ist, dass die Wärmezentrale mit zwei Holzfeuerungen im Herbst 2020 in Betrieb geht», so Ritter.

Stadtammann Franco Mazzi bezeichnete das Projekt als «ein weiteres Kapitel in der Geschichte der Energiestadt Rheinfelden». Dies, weil die Wärme mit Holzschnitzel aus den regionalen Wäldern sowie mit Landschaftspflegeholz von der Stadt erzeugt wird. «Damit werden die Ressourcen vor Ort genutzt und 80 Prozent der Wärme aus nachhaltigen Energiequellen CO2-neutral produziert», so Mazzi.

Sobald die Zentrale «Rüchi» Fernwärme liefert, wird der Rückbau der bestehenden Zentrale Engerfeld eingeleitet. Peu à peu sollen dann auch die alten Ölfeuerungen in der Reha, im Parkresort, im Dianapark und im GZF-Spital zurückgebaut werden.

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