Fortswirtschaft

Energiereservoir vor der Haustür

Förster Sebastian Meier erklärte den zahlreichen Interessierten die Nutzhölzer und ihre Verwndungsmöglichkeiten.

Förster Sebastian Meier erklärte den zahlreichen Interessierten die Nutzhölzer und ihre Verwndungsmöglichkeiten.

Im Forst von Laufenburg/Sulz steckt viel Nutzholz, wie die Waldbereisung zeigte

Zur ersten gemeinsamen Waldbereisung hatte der Forstbetrieb Laufenburg/Sulz unter Leitung von Förster Sebastian Meier am Samstagnachmittag eingeladen. Das Thema dazu war hochaktuell: Holznutzung – Holzenergie. Und da das Herbstwetter perfekt war, folgten der Einladung erwartungsfroh an die 100 Neugierige. Vizeammann Herbert Weiss (Laufenburg) freute sich über den grossen Zuspruch und das Interesse am bestens gepflegten Laufenburger Forst.

Von der Fischzucht Rheinsulz ging es aufwärts zum ersten Posten, an dem Meier den gesamten Forstbetrieb vorstellte, der seit Jahresbeginn nun eine Einheit mit Sulz ist. Die gemeinsame öffentliche Waldfläche in Korporation mit Bözen beträgt 744 Hektaren, dazu kommen 76 Hektaren Privatwald. Verantwortlich für das alles sind fünf Beschäftigte sowie zwei Lehrlinge.

Beeindruckend ist der dazugehörige Maschinenpark, den der Förster den Besuchern zeigte. Trotz seiner 20 Jahre ist zum Beispiel der Mahler-Elefant, stets liebevoll gepflegt, noch wunderbar in Schuss und verrichtet treu und brav seine Aufgaben. Der Teleskoplader packt und transportiert mühelos jeden noch so dicken Stamm. Ebenso wie der Bagger ist er als Mehrzweckfahrzeug vielseitig in der Gemeinde einsetzbar. Zu den Helfern der Forstarbeiter gehören weiter Traktoren, Anhänger, Kipper, Mulcher und diverse Kleingeräte.

Beeindruckende Schnitzelgewinnung

Förster Meier führte aus, dass hier direkt vor unserer Haustür ein riesiges Reservoir an Nutzenergie heranwächst – erneuerbar, abrufbereit, wenn gebraucht, ein Speicher für die Zukunft, ohne die Umwelt zu schädigen.

Faszinierend war die Demonstration der Schnitzelgewinnung mit dem Holzhacker der Firma Killer. Elegant und kraftvoll packte und spaltete er auch die dicksten Stämme, bugsierte sie passgenau in das unersättlich knirschende Mahlwerk des Hackers, der im hohen Bogen die entstandenen Kleinstücke auf einen Anhänger spuckte.

Hauptholz Buche wenig rentabel

Die mögliche Energieproduktion mit den Vorräten des Gemeindewaldes wäre enorm, die Einsparungen an Öl gewaltig, betonte der Förster. Allerdings wird Holz auch für andere Dinge verwendet, zum Beispiel in der Möbelproduktion.

An der Ribiwinkelhütte waren verschiedene Holzsorten gelagert, die Erträge pro Kubikmeter zwischen 46 und 121 Franken bringen können. Für Buchen, die beinahe ein Drittel des Waldes ausmachen, wird nicht so viel gezahlt.

Ein grosses Thema bei den Arbeiten im Forst ist die Sicherheit der Waldarbeiter. Besonders beim Fällen der Bäume passieren die meisten Unfälle. Darum sind das strikte Einhalten der Verhaltensregeln, eine Arbeitskleidung in Signalfarben sowie der Funkverkehr untereinander oberstes Gebot.

Am Ende zeigte Förster Sebastian Meier stolz ein Prachtexemplar einer 120-jährigen Lärche. Sie ist anspruchslos, wetterbeständig, ihr Kernholz sehr gefragt, das Harz willkommen als Antiseptikum in der Homöopathie.

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