Laufenburg

Energiebranche unter Strom

Die Stromproduktion der Wasserkraftwerke in Laufenburg und Rheinfelden warim letzten Jahr wegen des trockenen Jahres unterdurchschnittlich. zvg

Die Stromproduktion der Wasserkraftwerke in Laufenburg und Rheinfelden warim letzten Jahr wegen des trockenen Jahres unterdurchschnittlich. zvg

Energiedienst hat im letzten Jahr weniger Strom produziert. Das Marktumfeld bleibt angespannt.

Die Aktionäre der Energiedienst Holding AG genehmigten gestern Freitag in Laufenburg an der 108. Generalversammlung eine Dividende in Höhe von einem Franken je Aktie.

Das Ergebnis der Energiedienst Holding AG war im Geschäftsjahr 2015 niedriger als im Vorjahr. Der Betriebsertrag sank im Vergleich zum Jahr 2014 um 82 Millionen auf 1003 Millionen Euro. Das betriebliche Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich um 19,1 Millionen auf 50,4 Millionen Euro (Vorjahr: 69,5 Millionen Euro).

Der Jahresgewinn sank von 56,2 Millionen auf 39,3 Millionen Euro. Der Stromabsatz nahm um 13 Prozent auf 9,4 Milliarden Kilowattstunden (kWh) ab (Vorjahr: 10,8 Milliarden kWh).

Trockenheit wirkte sich aus

Martin Steiger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Energiedienst Holding AG, nannte vor allem exogene Ursachen als Gründe für den Rückgang. «Die Grosshandelspreise für Strom sind weiter gesunken, die Produktion unserer eigenen Wasserkraftwerke war wegen des trockenen Jahres unterdurchschnittlich und der starke Schweizer Franken hat die Margen gedrückt», führte Martin Steiger aus. Positiv war, dass zum ersten Mal das Projekt- und Grosshandelsgeschäft im Photovoltaikbereich einen Beitrag von 17,6 Millionen Euro zum Betriebsertrag leistete.

«Das Marktumfeld hat sich im vergangenen Jahr nicht stabilisiert. Die Lage der Energiebranche ist weit schwieriger denn je», sagt Martin Steiger. «Wir steuern dagegen, in dem wir neben unserem Kerngeschäft der Energieversorgung unser zweites Standbein, die Energielösungen, weiter und zügig ausbauen. Mit der Gründung der Tritec AG Mitte 2015 haben wir dazu einen wichtigen und erfolgreichen Schritt getan. Auch der Bereich Wärme- und Energielösungen entwickelt sich erfreulich.»

Die Aktionäre stimmten am Freitag im Rahmen der Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften (VegüV) den maximalen Vergütungen des Verwaltungsrats, der Geschäftsleitung, der erweiterten Geschäftsleitung sowie des Beirats zu.

Die Generalversammlung erteilte den verantwortlichen Organen für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015 Entlastung. Die KPMG AG aus Basel ist als Revisionsstelle für ein weiteres Jahr wiedergewählt.

Auch einer Statutenänderung stimmten die Aktionäre zu: Sie verdoppelten die Anzahl der Aktien, die Mitarbeitende gratis erhalten können und/oder die sie freiwillig zeichnen können.

Christoph Müller gewählt

Bei den Verwaltungsratswahlen wurden die bisherigen Mitglieder Bernhard Beck, Dominique D. Candrian, Peter Everts, Bruno Knapp, Hans Kuntzemüller, Eric Peytremann, Phyllis Scholl, Stefan Webers und Marc Wolpensinger bestätigt. Neu in den Verwaltungsrat wählte die Generalversammlung Christoph Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Netze BW GmbH. Er folgt René Imoberdorf, der nicht mehr kandidierte. Hans Kuntzemüller wurde zudem zum Präsidenten des Verwaltungsrats gewählt. (AZ)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1