Laufenburg

Endlich wieder freie Fahrt auf der Baslerstrasse - leider nur vorübergehend

Ab Dezember können Autos die Winterthurer-/Baslerstrasse in Laufenburg wieder befahren, ohne vor einer Ampel warten zu müssen.

Ab Dezember können Autos die Winterthurer-/Baslerstrasse in Laufenburg wieder befahren, ohne vor einer Ampel warten zu müssen.

Ab Dezember ist eine hindernisfreie Durchfahrt auf der Baslerstrasse in Laufenburg möglich – vorerst aber nur vorübergehend.

Schon allein der Titel ist viel­versprechend: «Schlussspurt der Bauarbeiten bei der Kreuzung Kaisterstrasse in Laufenburg» überschreibt der Kanton die Medienmitteilung, die er am Dienstagmorgen verschickt. Aus Laufenburger- und Pendlersicht dann ebenso erfreulich ist der Inhalt der Mitteilung. Im Dezember sollen die Arbeiten an der Kreuzung nämlich abgeschlossen werden. Dann wird nicht nur das Einbahnregime mit Umleitung über Kaisten aufgehoben (die AZ berichtete). Ab dann kann vor allem der Verkehr wieder ohne Einschränkung oder Lichtsignalanlage durch Laufenburg rollen – erstmals seit Baustart an der Baslerstrasse Anfang 2019.

«Gerade für die direktbetroffenen Anwohner sowie die Gewerbetreibenden entlang der Baslerstrasse bedeutet das natürlich eine grosse Erleich­terung», sagt Stadtschreiber ­Marco Waser.

Ein Verkehrsdienst bedient die Ampelanlage

Erst einmal warnen Stadt und Kanton aber noch einmal vor einer Komplikation. Als nächste Etappe werden nun nämlich die Werkleitungen und der Gehweg im Bereich der Kreuzung Baslerstrasse/Kaisterstrasse gebaut sowie der Belag auf der Strasse erneuert. Vom kommenden Montag bis zum 30. Oktober wird hier daher eine Lichtsignalanlage eingerichtet.

Tagsüber bedient ein Verkehrsdienst die Anlage. «Damit werden die Wartezeiten auf ein Minimum verkürzt und die Rückstaus aus Richtung Kaisten, auch bedingt durch die Schliesszeiten des Bahnübergangs, werden schneller abgebaut», sagt Daniel Mathys, zuständiger Projektleiter beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Trotzdem: «Insbesondere in den Hauptverkehrszeiten am Abend ist mit Rückstaus zu rechnen», sagt er.

Nach Abschluss der Arbeiten an der Kreuzung folgt bis im März die zweitletzte Strassenbauetappe: der Umbau des Anschlusses Burgmattstrasse an die Baslerstrasse und die Umgestaltung des Zugangs zur Altstadt. Arbeiten, die – wie Mathys verspricht – ohne grössere Behinderungen auf der Baslerstrasse erledigt werden können. «Allenfalls wird die Zufahrt zur Burgmattstrasse zeitweise gesperrt. Die Durchfahrt auf der Baslerstrasse aber wird in dieser Bauphase nicht beeinträchtigt werden.»

Letzte Arbeiten werden im Herbst 2021 erledigt

Für einige Wochen werden die Ampeln danach aber noch einmal zurückkehren. In der letzten Bauetappe im Abschnitt ausgangs Laufenburg in Richtung Zollkreisel und Hochrheinbrücke ist neben Belagsarbeiten auch eine Lärmsanierung geplant. Der Verkehr wird deshalb während einiger Wochen – voraussichtlich im März oder April – noch einmal halbseitig und mit Ampelanlage geführt. Gleiches gilt für den Deckbelagseinbau auf der gesamten Ausbaustrecke im Sommer. Trotz allem: «Das Ende ist jetzt absehbar – und das ist eine gute Nachricht», sagt Marco Waser.

Im September 2021 wird als Abschluss des Grossprojekts die neue Lichtsignalanlage auf der Kreuzung Baslerstrasse/Kaisterstrasse in Betrieb genommen. Der ursprüngliche Zeitplan für die Grossbaustelle konnte somit mit einer Verzögerung von wenigen Wochen eingehalten werden. «Gerade die Arbeiten an den Werkleitungen haben viel Zeit in Anspruch genommen», sagt Daniel Mathys. Die so entstandene Verzögerung konnte dank dem Einbahnregime in den vergangenen Wochen praktisch komplett aufgeholt werden. Bezüglich der Kosten, sagt Mathys weiter, bewege man sich «im ursprünglich bewilligten Rahmen». Die Gemeindeversammlung Laufenburg hatte eine Beteiligung in Höhe von insgesamt knapp 5,3 Millionen Franken gesprochen.

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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