Laufenburg
Endlich grünes Licht für die Stadthalle

Der Souverän stimmte dem Millionenprojekt an der Gmeind mit grosser Mehrheit zu.

Peter Schütz
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Nach einer Stunde war es beschlossene Sache: Laufenburg wird eine neue Stadthalle mit einer aus 47 Plätzen bestehenden Tiefgarage erhalten. Von 181 Bürgern (Stimmberechtigte insgesamt: 1864) stimmten an der Gmeind vom Freitagabend lediglich zwei dagegen, sechs enthielten sich.

Damit wird in Laufenburg ein neues Kapitel aufgeschlagen. Nach jahrelangem Ringen um eine neue Halle ging der Vorschlag des Gemeinderates ohne Wenn und Aber durch. Zwar gab es vereinzelte Anregungen aus den Reihen der Bürger – wie etwa der Einbau eines Künstler-WC. Aber mit dem Hinweis von Gemeinderat Carlo Alfano, die Halle sei noch nicht fertig und Anregungen würden in die Planung aufgenommen, gab sich die Versammlung zufrieden.

Nettoschuld steigt massiv

Die an der Informationsveranstaltung vor zehn Tagen geäusserte Forderung nach einer grösseren Tiefgarage mit 94 Stellplätzen kam nicht mehr zur Sprache. Sie hätte Mehrkosten von 1,5 Millionen Franken verursacht. Carlo Alfano sah in der erweiterten Tiefgarage keine Notwendigkeit. Denn oberirdisch seien bei der Stadthalle 45 gegenüber 56 Parkplätze möglich. Zu späterer Zeit könnte die Tiefgarage zwar erweitert werden, so Alfano, «aber das kostet anstatt 1,5 Millionen 1,8 Millionen Franken».

Durch den Neubau wird die Nettoschuld von 186 Franken pro Einwohner auf 1500 Franken steigen. Trotzdem: «Die Investition ist für die Gemeinde tragbar», sagte Stadtammann Rudolf Lüscher. Dies, obwohl vom Kanton keine Zuschüsse zu erwarten sind. Lüscher weiter: «Der Steuerfuss bleibt bei 104 Prozent.» Aber: «Bei einem Investitionsvolumen von total 24 Millionen Franken in den nächsten Jahren mag es nicht allzu viel leiden», so der Stadtammann. Meinrad Schraner, Sulz, fragte: «Wie lange soll die Nettoschuld so hoch bleiben?» Lüschers Antwort: «Möglichst kurz.» Carlo Alfano fügte hinzu: «Laufenburg kann mit Schulden umgehen, die Stadt hatte auch schon
22 Millionen Franken Schulden.»

Moderate Preise

Zu den Mietkosten für Vereine und andere Benutzer fügte Alfano an: «Es ist ein Anliegen der Behörde, dass wir verhältnismässige Preise, die nicht weit weg von den jetzigen liegen, haben.» Im Winter 2011 soll mit dem Abbau der bestehenden Stadthalle begonnen werden. Bis Frühjahr 2013 soll die neue Halle fertig sein.

Alle übrigen Traktanden wurden an der Versammlung angenommen: Die Gemeinde Laufenburg tritt 2011 dem Jurapark Aargau bei, wird die Schul- und Volksbibliothek ins XL-Zentrum beim Bahnhof umziehen und schliesst einen neuen Rahmenvertrag mit der Musikschule Region Laufenburg ab. Trotz Gegenanträgen wurden fünf neue Werkreglemente angenommen. Sie treten zum 1. Januar 2011 in Kraft. Angenommen wurden auch der Voranschlag 2011 und die Festsetzung des Steuerfusses von 104 Prozent.

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