Laufenburg
Endlich Ende mit dem Stau: Nach zwei Jahren Bauzeit ist der Weg durch die Stadt wieder frei

Heute wird die Baustelle an der Kantonsstrasse in Laufenburg aufgehoben – das Gewerbe atmet auf, dass der Stau nun ein Ende hat.

Peter Schütz
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René Leuenberger, Vizepräsident von Gewerbe Region Frick-Laufenburg, ist erleichtert, dass die Baustelle an der Kantonsstrasse heute beendet wird.

René Leuenberger, Vizepräsident von Gewerbe Region Frick-Laufenburg, ist erleichtert, dass die Baustelle an der Kantonsstrasse heute beendet wird.

Peter Schütz

«Es gibt keine Verzögerung, die Baustelle kommt heute weg», stellt Daniel Mathys, Projektleiter Strassenbau beim Kanton, klar, «man kann dann ohne Lichtsignal durch Laufenburg fahren». Aus seiner Sicht habe die Anfang 2019 begonnene Baustelle gut funktioniert. Dass es in der ersten Bauphase im Sommer 2019 zu den sehr langen Staus gekommen ist, sei nicht vorstellbar gewesen.

Erleichtert gibt sich Stadtammann Herbert Weiss. «Ich bin wirklich froh, dass die Bauzeit der K130 dem Ende zugeht», teilt er mit. Der Stadtrat sei sich von Beginn an der Situation bewusst gewesen, dass der Neubau der Kantonsstrasse zu Einschränkungen und Unmut führen wird. Trotzdem war es unumgänglich und an der Zeit, den Strassenneubau ausführen zu lassen. Der schlechte Belag, die Schlaglöcher und lärmende Schachtdeckel hatten im Vorfeld zu immer grösseren Reklamationen geführt, blickt Weiss zurück. «Die entstandenen Staulagen führten, wie befürchtet, zu einigen Frustrationen, die der Stadtrat auch zu spüren bekam», fährt Herbert Weiss fort.

«Laufenburg fühlt sich langsam erleichtert»

Nebst den frustrierten Fahrzeuglenkern meldete sich auch das einheimische Gewerbe aufgrund von grossen Umsatzverlusten und Mehraufwänden durch die hohen Stauzeiten. «Der Stadtrat spürte das Unbehagen, war sich der unbefriedigenden Situation bewusst und suchte laufend in Zusammenarbeit mit den Planern und dem Kanton als Bauleiter nach Verbesserungen», so Weiss. Und: «Zuletzt hat nebst der durch Corona erfolgten teilweisen Grenzschliessung und dem dadurch verringerten Verkehrsaufkommen auch die Verkehrsumleitung über die Gemeinde Kaisten, die uns sehr unterstützt hat, dazu beigetragen, die Bauzeit zu verringern.» Fazit von Weiss: «Laufenburg fühlt sich langsam erleichtert und das ist doch fast wie schon Weihnachten.»

Erleichtert äussern sich auch von der Baustelle betroffene Gewerbetreibende – zum Beispiel René Leuenberger, Vizepräsident von Gewerbe Region Frick-Laufenburg. Die Behinderungen durch die Baustelle hätten besonders im ersten Bauabschnitt zu Mehraufwand und Zeitverlusten mit negativen ­finanziellen Folgen geführt. Leuenberger richtet aber auch den Blick weg von der Kantonsstrasse. «Es hat mehr Leute gegeben, die gelitten haben, die man nicht direkt vor Augen hat – Coiffeur, Coop, Post», weiss er. Der Verein Gewerbe Region Frick-Laufenburg habe sich dafür eingesetzt, eine Umfahrung einzurichten. Jetzt könne auch Kaisten aufatmen, sagt Leuenberger.

Baustelle hat zu Umsatzeinbussen geführt

«Ich bin froh, dass wir wieder einen Lichtblick haben», erklärt Roman Maier, Geschäftsführer der Bäckerei Maier, deren Ladenlokal mit Café sich an der Baslerstrasse befindet. Die Behinderungen durch die Baustelle vor allem im ersten Bauabschnitt mit den langen Staus sei im Betrieb stark zu spüren gewesen, so Maier, «das hat zu Umsatzrückgängen geführt». Café und Ladenverkauf hat es vorrangig getroffen, berichtet er, «weil die Kundschaft sich anders orientiert hat oder die spontanen Einkäufe spürbar zurückgegangen sind». Jetzt wartet er ab, bis der allerletzte Bauabschnitt im Bereich Dreispitz mit der Zuführung Altstadt/Burgmatt angepackt wird. «Da bin ich gespannt, wie das wird», sagt Roman Maier, «auch mit den Kurzzeitparkplätzen, dass diese nicht einfach verschwinden.»

Schliesslich René Schnetzler, Inhaber der Garage Vallanzasca mit Tankstelle: «Es ist eine Zeit lang nichts mehr gegangen, als die Baustelle vor dem Haus war.» Jetzt hofft er, «dass sich das wieder normalisiert».