Nach rund einem halben Jahr Bauzeit haben die kenianischen Dörfer Kigoto und Wiga einen neuen Kindergarten. Die Dörfer liegen im abgelegenen, ländlichen Gwassi-Gebiet des Distriktes Homa Bay. An der Dorfgrenze wird zurzeit ein Kindergarten mit über 50 Kindern in einer dürftigen Wellblechhütte betrieben. Bald schon dürfen sie in den Neubau zügeln.

Diesen liess die Fricktaler Elsy-Amsler-Stiftung bauen. Eine Landparzelle in der Mitte der Siedlung war von Privatpersonen unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden. Der Gebäudeplan umfasst zwei Klassenzimmer mit je einem zugehörigen Lehrerzimmer. Draussen gibt es einen Spielplatz.

Trockenes Wetter erwünscht

Um eine Unterspülung zu verhindern, ist eine Mauer rund um die Gebäude erstellt worden. Nach Abschluss der Fundamentarbeiten wurde sofort mit dem Aufmauern der Wände begonnen, um das Dach aufsetzen zu können. Es war wichtig, diese Etappe bei trockenem Wetter auszuführen, damit die Mauern trocken blieben. Die weiteren Arbeiten wie Verputzen und Einbau der Fenster und Türen konnten nun in der einsetzenden Regenzeit im Schutz des Daches ausgeführt werden.

Anfang Mai traf dann Elsa Amsler zusammen mit Thomas Mboya in Kigoto ein und beaufsichtigte die Abschluss- und Ergänzungsarbeiten in den folgenden fünf Wochen aus unmittelbarer Nähe. Thomas Mboya stammt aus Kigoto und kehrt nach dem Abschluss des Doktorats in Theologie an der Universität Innsbruck in seine Heimat zurück.

Nur noch formale Schritte

Nach der Schlussreinigung zeigte sich das Gebäude für den zukünftigen Kindergartenbetrieb bestens geeignet. In einer Feier wurde Elsa Amsler für den Einsatz geehrt und der Dank an die Spender der Stiftung ihr mit auf dem Heimweg gegeben.

Die offizielle Inbetriebnahme des Kindergartenbetriebs wird noch etwas auf sich warten lassen, da das Gebäude zuerst von der Schulbehörde abgenommen und freigegeben werden muss. Dann muss ein Schulrat eingesetzt werden, welcher die Wahl und Anstellung der Kindergärtnerinnen vornimmt. Bis die Besoldung gesichert ist, wird nochmals etwas Zeit vergehen. Alle diese formalen Schritte dürften bis Ende Jahr erledigt sein, sodass der Kindergarten auf das neue Schuljahr 2017 hin offiziell den Betrieb aufnehmen kann. (az)