Familien
Elfe landet in Sisseln

Das Interesse am geplanten Familienzentrum Elfe (Eltern für einander) ist gross. Rund 50 Personen, überwiegend Mütter und Väter, besuchten am Donnerstagabend eine Infoveranstaltung des Trägervereins im Werkhof.

Hans Christof Wagner
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Vorstand und Team des Vereins Familienzentrum Elfe freuen sich auf den Start der Einrichtung im Herbst. hcw

Vorstand und Team des Vereins Familienzentrum Elfe freuen sich auf den Start der Einrichtung im Herbst. hcw

Die Planungen sind schon sehr detailliert, wie den Ausführungen von Tanja Schwaiger zu entnehmen war. Die Primarschullehrerin und Mutter zweier Kinder wird eine der vorerst drei Betreuerinnen im Familienzentrum sein, das im alten und leerstehenden Sissler Kindergarten einziehen soll. Die Tagesbetreuung von Babys und Kindern ab drei Monaten bis zum vollendeten 6. Primarschuljahr steht im Vordergrund und das, je nach Elternwunsch, ganztags von montags bis freitags oder auch nur stundenweise. 15 Betreuungsplätze sind für den Anfang vorgesehen, erweiterbar wäre die Kapazität auf 25.

Ebenso hoch kann die Zahl der Kinder sein, die an dem im Familienzentrum geplanten Mittagstisch Platz nehmen und essen. Gekocht werden soll laut Tanja Schwaiger selbst. Hausaufgabenhilfe, Frühstückstisch, Elterncafé, Mütterberatung, Kurse und Vorträge, Kleider- und Spielzeugbörsen sollen weitere Angebote sein.

Defizitgarantie der Gemeinde

Auch die Kostensätze stehen schon fest: Pro Betreuungsstunde müssen Eltern acht Franken berappen. Je zehn Franken kosten ein Mittagessen und auch eine Stunde Hausaufgabenhilfe. Vorrang bei der Aufnahme sollen Kinder aus Sisseln haben, betonte Gemeinderat Kurt Bächtold. Schliesslich lässt sich die Gemeinde das Projekt auch etwas kosten: 10 000 Franken Startgeld zur Anschaffung von Möbeln und für das Gebäude, die Übernahme der Betriebs- und Unterhaltungskosten sowie eine 5000-Franken-Defizitgarantie bis 2017.

In Betrieb gehen soll das Familienzentrum Elfe im Herbst, vorausgesetzt das Projekt nimmt noch eine weitere Hürde: Am 18. Juni sollen die Stimmbürger an der Einwohnergemeindeversammlung die finanzielle Beteiligung der Gemeinde absegnen. Längerfristig solle, sagte Bächtold, die Einrichtung aber auf eigenen Beinen stehen, sich über Mitgliederbeiträge, Betreuungssätze, Erlöse aus Veranstaltungen, Spenden und Subventionen finanzieren.

Bächtold und die Frauen aus dem Vorstand sind sich einig: Das frühere Kindergartengebäude im Bodenackerquartier, das seit Sommer 2014 leer steht, als Familienzentrum zu nutzen, bietet sich an. Es sei ideal für diesen Zweck und der Bedarf nach qualifizierter Betreuung von Babys und Kleinkindern nehme immer mehr zu. «Das Familienzentrum Elfe soll ein offener Begegnungsort für soziale Kontakte in familienfreundlichen Räumen werden», sagte Tanja Schwaiger. «Sisseln will das Dorf der Familien sein und Elfe ist hier ein wichtiger Baustein»,sagte Bächtold.

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