Elf Einsprachen gegen den Ausbau der SBB-Bahnstrecke zwischen Rheinfelden und Mumpf sind beim Bundesamt für Verkehr eingegangen.

Die Absender will das Bundesamt nicht nennen. Auf jeden Fall haben die Gemeinden Rheinfelden und Möhlin Einsprache erhoben, wie der Rheinfelder Stadtschreiber Roger Erdin und der Möhliner Gemeindeschreiber-Stellvertreter René Sacher auf Anfrage der Aargauer Zeitung erklärten.

Auch das Gesundheitszentrum Fricktal habe Einsprache erhoben, bestätigt Mediensprecherin Miriam Crespo. Das Spital in Rheinfelden liegt nahe an der Bahnlinie.

Die SBB wollen für 25 Millionen Franken die Bahnstrecke zwischen Rheinfelden und Mumpf ausbauen. Damit soll die Kapazität erhöht werden. Nach dem Ausbau sollen täglich rund 400 Züge zwischen Rheinfelden und Mumpf verkehren. Statt alle vier Minuten soll in Zukunft alle drei Minuten ein Zug fahren.

Die Prognosen sehen mehr Güterzüge als Personenzüge vor. Rund doppelt so viele Güterzüge wie heute könnten künftig auf der Bözberg-Linie verkehren (die az berichtete). Im Plangenehmigungs-Verfahren wurden die Gesuchsunterlagen in Rheinfelden, Möhlin, Mumpf, Zeiningen und Wallbach öffentlich aufgelegt.

Die fünf Gemeinden und das Gesundheitszentrum Fricktal beschlossen, eine gemeinsame Stellungnahme auszuarbeiten. Diese sollte als Grundlage für die Einsprachen der einzelnen Gemeinden und des Gesundheitszentrums dienen.

Schutz vor Erschütterungen

Die SBB erklären, der Mehrverkehr werde nicht zu mehr Lärm führen, da neues Rollmaterial zum Einsatz kommen soll. Sie gehen gegenüber heute sogar von einer Verbesserung der Lärmsituation aus. Doch die betroffenen Gemeinden und das Gesundheitszentrum sind skeptisch.

Sie fordern Lärmmessungen. Die Entwicklung des Bahnlärms müsse in den nächsten Jahren verfolgt werden, sagt Erdin. «Sollte sich dabei zeigen, dass die SBB-Prognosen nicht zutreffen, müssten sofort Lärmschutzmassnahmen umgesetzt werden.»

Den Gemeinden geht es aber auch um die Erschütterungen durch den Bahnverkehr. «Diese reissen viele Menschen aus dem Schlaf», erklärt Erdin. Heute gebe es für Erschütterungen zwar noch keine Grenzwerte, aber es seien bereits Erfahrungen mit Massnahmen gesammelt worden.

Die Stadt fordere deshalb an der Schieneninfrastruktur durch die sensiblen Gebiete Sanierungsmassnahmen gegen die Erschütterungen.