Möhlin
Elf Einfamilienhäuser aus der Schublade

An der Ulmenstrasse in Möhlin entsteht eine neue Überbauung: Elf Einfamilienhäuser mit unterirdischer Zufahrt und Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Nadine Böni
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Vor den Augen von Architekt Rudolf Vogel (links) könenn sich die Eigentümer auf einer Betonplatte verewigen.

Vor den Augen von Architekt Rudolf Vogel (links) könenn sich die Eigentümer auf einer Betonplatte verewigen.

Nadine Böni

«Architekten wollen immer etwas Neues erfinden – aber manchmal ist die erste Idee gar nicht die Schlechteste», sagte Rudolf Vogel, Geschäftsleiter der Vogel Architekten AG an der Grundsteinlegung zur Überbauung an der Ulmenstrasse in Möhlin.

Bereits vor acht Jahren hatte das Unternehmen das Grundstück aus der Konkursmasse eines anderen Unternehmens kaufen können. Die Idee, das Grundstück mit Einfamilienhäusern mit unterirdischer Zufahrt und Einstellhalle zu bebauen, gab es damals schon. «Wir liessen aber auch andere Projekte ausarbeiten», so Vogel.

Autofreie Überbauung

Das Grundstück und alle Ideen dazu verschwanden zunächst sowieso in einer Schublade. Man habe schlicht zu viel zu tun gehabt, erklärt Vogel. Andernorts – etwa beim Hopfenpark in Rheinfelden, der Gartenstrasse in Stein oder der Überbauung am Sonnenberg in Möhlin – entstanden seit 2006 Bauten des Architektur-Büros.

Als man die Ulmenstrasse wieder aus der Schublade holte, fiel die Entscheidung dann auf die erste Idee: elf freistehende Einfamilienhäuser im Minergie-Standard. Jedes davon verfügt über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Ausserdem teilen die Häuser eine gemeinsame unterirdische Zufahrt und Einstellhalle, was die Überbauung autofrei macht.

Im April haben die Bauarbeiten am Grundstück begonnen. 11,8 Millionen Franken kostet das Projekt. Mittlerweile seien sieben der elf Häuser verkauft, so Vogel. Als grosses Plus habe sich die unterirdische Zufahrt erwiesen. «Das gibt Freiraum für die Kinder zum Spielen, und auch ältere Menschen schätzen es, wenn sie sich auf einer Strasse ohne stehende fahrende Autos bewegen können», sagt Vogel.

In Beton verewigt

Mitte des kommenden Jahres wird die Überbauung an der Ulmenstrasse bezogen. «Dann werden sich alle hier noch genauer kennenlernen», sagte Vogel zu den eingeladenen Eigentümern und Anwohnern. Die Eigentümer durften sich währenddessen in einem Betonblock verewigen. Dieser wird in der Einstellhalle sichtbar eingebaut. «Dann können Sie sich auch noch in 30 Jahren an diesen Tag erinnern», so Vogel.

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