Das Thermometer steigt an diesem Freitagnachmittag Anfang Februar wieder einmal weit über die 10-Grad-Marke. Die Sonne strahlt. Der Winter ist – wie eigentlich immer in diesem Jahr – weit weg. An einem Ort aber herrscht trotzdem so etwas wie Winterstimmung: auf der Kunsteisbahn in Rheinfelden. Hier kurven rund zwei Dutzend Kinder und einige Erwachsene auf Kufen über das Eis. Bis Willy Vogt, Geschäftsführer der KuBa Freizeitcenter AG, den Spass kurz unterbricht, um die Fläche zu reinigen.

Kühlung verursacht Mehrkosten

Vogt sieht im warmen Winter Vor- und Nachteile. «Einerseits hatten wir vor allem über Weihnachten und Neujahr mehr Gäste, weil Schlitteln und Skifahren in der Region kein Thema waren», sagt der Geschäftsführer. Gleiches erwartet er für die Schulferien. «Andererseits verursachen die Temperaturen Mehrkosten.»

In einem durchschnittlichen Monat verbrauche die Kunsteisbahn Strom für rund 13 000 Franken für die Kühlung. Im Dezember und Januar sinkt der Verbrauch deutlich – normalerweise. «In diesem Jahr werden die Kosten definitiv höher ausfallen, als auch schon», sagt Vogt. Genaue Zahlen liegen ihm noch nicht vor. Immerhin: Weicht die Sonne den Regenwolken, so ist die Kunsteisbahn nicht direkt betroffen. Seit 2003 ist das grosse Feld gedeckt. Einzig die Präparation des offenen Feldes braucht dann etwas mehr Zeit, weil das Regenwasser gefriert und die Eisschicht zu dick wird. Einige Male zusätzliches Hobeln sei daher angesagt, sagt Vogt. Ein Aufwand, den er noch bis zum 6. März gerne auf sich nimmt. Dann endet die diesjährige Kunsti-Saison – und verschwindet die Winterstimmung wohl definitiv.