Möhlin
Eisenbahn aus dem Wilden Westen zischt durch Fricktaler Grand Canyon

Carls County Railroad bot am 8. Gartenbahntreffen einen Einblick in die Welt der Züge im Wilden Westen. 200 Fans liessen sich das nicht entgehen.

Walter Christen
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Karl Eiermann, Erbauer der imposanten Eisenbahnmodellanlage in Möhlin, hier rechts mit Enkel und Fahrdienstleiter beim Zusammenstellen einer Zugskomposition.

Karl Eiermann, Erbauer der imposanten Eisenbahnmodellanlage in Möhlin, hier rechts mit Enkel und Fahrdienstleiter beim Zusammenstellen einer Zugskomposition.

Walter Christen

Zischend schleppten die Dampflokomotiven schwere Wagen durch die Gebirgslandschaft im Grand Canyon rund um das Haus von Karl und Manuela Eiermann in Möhlin. Gegen 200 Eisenbahnfans aus nah und fern fanden sich am zweitägigen 8. Gartenbahntreffen im Fricktal ein, wo sie unter anderem eine besondere Darstellung einer Szene erwartete, die sich im Jahr 1869 im Wilden Westen abgespielt hatte: «Der goldene Nagel ist dieses Jahr unser Thema», erfuhr die Aargauer Zeitung von Karl Eiermann, dem Erbauer der riesigen Modellanlage an der Möhliner Delligrabenstrasse.

«Denn beim Bau der grossen transkontinentalen Eisenbahn in Amerika, von San Francisco in Kalifornien nach Omaha in Nebraska, wurde der goldene Schienennagel beim Zusammenschluss des Schienenstrangs in die letzte Schwelle geschlagen – das war im Jahr 1869 in Promotory.» Diesen denkwürdigen Moment amerikanischer Eisenbahngeschichte hat Karl Eiermann auf seiner Gartenbahnanlage im Grand Canyon of Möhlin nachgestellt.

In der Einöde von Promotory

Voriges Jahr reisten Karl und Manuela Eiermann in die USA und besuchten die Stätte des Zusammenschlusses der transkontinentalen Eisenbahn in der Einöde von Promotory. «Es war imposant, einmal selber an diesem historischen Ort gewesen zu sein. Die Reise war Inspiration für den Aufbau dieser speziellen Szene von 1869 an unserem Gartenbahntreffen», hielt der begeisterte Modelleisenbahner fest.

Er vertiefte sich in diese Episode des Eisenbahnbaus in Amerika und erinnerte daran, wie nach Osten die Central Pacific (CP) Eisenbahngesellschaft und nach Westen die Union Pacific (UP) ihre Schienenstränge ab dem Jahr 1863 vorantrieben: «Als sich die Trassees näherten, konkurrenzierten sich die beiden Bahngesellschaften wegen den finanziellen Mitteln und der Flächenzuteilung. Dies führte dazu, dass sie 320 Kilometer sinnlos parallel zueinander Schienen verlegten. Schliesslich gebot der Kongress Einhalt und entschied, dass in Promotory Summit der Zusammenschluss zu erfolgen habe.» Sprachs und liess einen seiner Züge erneut durch den Fricktaler Grand Canyon rollen.

Zug in der Canyonlandschaft
24 Bilder
Schön arrangierte Landschaft en miniature
Zirkus auf die Bahn verladen
Stadt im Wilden Westen mit Kakteen vor den Toren
Sogar die Grabsteine auf dem Friedhof sind angeschrieben
Schienenbus in der Kurve
Schiene, Strasse, Brücke, Wasser und Schiff
Rad-, Achs- und Schwellenlager anno dazumal
Keiner zu klein, ein Eisenbahnfan zu sein
Im Grand Canyon of Möhlin
Modellbau mit viel Liebe zum Detail
Holzfäller in Aktion
Eisenbahnfans am Fachsimpeln
Gebirgige Gegend
Eine starke Diesellokomotive
Die Faszination Eisenbahn
Die Station Clear Water
Details in der Modelllandschaft
Der Leichenwagen - auch das gehört im Wilden Westen dazu
Das Flugzeug vor dem Hangar
Bimmelbahn fährt durch die Landschaft
Der goldene Schienennagel ist eingeschlagen, die Bahnarbeiter feiern diesen Augenblick im Jahr 1869
Wagon im Wilden Westen in Möhlin.
Eine alte Dampflokomotive.

Zug in der Canyonlandschaft

Walter Christen