Im privaten Umfeld, im Geschäftsbereich und in öffentlichen Zonen – fast überall gibt es mittlerweile WLAN (Kurzwort für das englische Wireless Local Area Network), das kabellose lokale Netzwerk und somit Empfang auf dem Smartphone, dem Tablet, Notebook und so weiter.

WLAN wird überall dort eingesetzt, wo die Datenübertragung per Kabel nicht oder nur mit hohem Aufwand möglich wäre – oder auch einfach nur deshalb, weil es bequem ist. Ein drahtloses lokales Netzwerk ermöglicht etwa innerhalb eines Gebäudes den Internetzugang aus jedem Raum oder sogar vom Balkon oder Garten.

Entgegen der weitverbreiteten Meinung, WLAN sei unsicher und könne problemlos mitgenutzt werden, ist eine solche Einrichtung bei Aktivierung der vorhandenen Sicherheitseinrichtungen relativ sicher.

Ob die WLAN-Zugänge wirklich verschlüsselt und damit sicher sind, oder ob es immer noch offene und für Datenpiraten zugängliche Netze gibt, wollte diese Zeitung stichprobeweise herausfinden. In Frick wurde entlang der Hauptstrasse getestet, und zwar von der Garage Jud und dem «Engel» im Oberdorf bis zu Coop und Migros im Unterdorf.

In Rheinfelden diente die Marktgasse – vom Albrechtsplatz bis zum Zoll – als Teststrecke. Aufgefallen ist an beiden Orten, dass die Reichweite der Netzwerke zum Teil erheblich und der Empfang im öffentlichen Raum (auf der Strasse) bei den meisten sichtbaren WLAN-Netzen gut bis sogar sehr gut war.

Drei offene WLANs entdeckt

Anzeigen liessen sich die WLAN-Sender bequem auf dem Smartphone beim Gang auf dem Trottoir (Frick) beziehungsweise auf der Gasse (Rheinfelden). In Frick zeigte das Display des Geräts auf der oben erwähnten Strecke 48 verschiedene WLANs, in Rheinfelden waren es deren 54. Während in Frick bei lediglich einem Netz freier Zugang möglich war, erlaubten in Rheinfelden zwei Netze das Einwählen ohne Passworteingabe.

Darüber hinaus waren sowohl in Frick als auch in Rheinfelden WLANs von öffentlichen Institutionen beziehungsweise Geschäften und/oder Restaurationsbetrieben zu empfangen. Das heisst, Kunden und Gäste erhalten dort von den Betreibern der entsprechenden Netze den Code und können das Internet gratis oder für ein geringes Entgelt nutzen.

Kostenloses Surfen ist zum Beispiel auch in Postautos möglich. Ein grosser Teil der Fahrzeugflotte ist inzwischen mit Gratis-Internetzugang für die Fahrgäste ausgestattet. Um das Angebot nutzen zu können, ist in einem Postauto eine einmalige Registrierung mit Smartphone, Laptop oder Tablet-PC nötig.

Sicherheit geht vor

Fazit des Tests dieser Zeitung im Fricktal: Sicherheit geht vor. Wer einen räumlich begrenzten Netzverbund betreibt, bei dem die Kommunikation mittels Funkübertragung zustande kommt, nutzt die vorhandenen Verschlüsselungsmöglichkeiten. Das Einwählen in fremde drahtlose Netzwerke, wie es vor einigen Jahren noch gang und gäbe war, gehört der Vergangenheit an.