Mit einem grossartigen Konzert und einer perfekten Bühnenshow begeisterte am Wochenende der rockige Mundart-Popchor «Klangtastisch» unter Leitung von Dani Kalt im total ausverkauften Bahnhofsaal Rheinfelden. In grösserer oder kleinerer Formation, im Duett oder solistisch verzauberten die 50 Sängerinnen und Sänger vielstimmig auf drei Bühnen, dazu passend zum Gesang ausgesucht schöne Fotos auf der Leinwand im Hintergrund.

Der Chor ist noch jung, erst vor neun Monaten fand er zusammen. Der singende Landwirt und Computerfachmann Dani Kalt bringt reichlich Bühnenerfahrung mit. Acht Jahre feierte er schweizweit Erfolge mit seinem Chor «Stärnefründe», seinem Weihnachtsmusical und ausschliesslich eigenen Kompositionen.

Dann fand er, dass die Zeit gekommen war, neue Wege zu gehen, ein anderes Konzept umzusetzen. Altbewährte und aktuelle Hits wurden neu interpretiert und bis auf wenige Ausnahmen auf Mundart übersetzt. Denn er findet es gut, wenn das Publikum, nicht alle der englischen Sprache mächtig, die Texte versteht. Natürlich sind auch wieder Eigenkompositionen von Dani Kalt dabei. Das Motto ist: rockig, poppig, frisch. Die Sängerinnen und Sänger kommen überwiegend aus der nahen Region, aber auch aus Basel. Sie sind, wie Dani Kalt unterstreicht, professionelle Laien, so wie er auch selbst. Mit viel Herzblut möchten sie ihre Freude am Gesang weitertragen.

Rockig, leise und keck

Und das ist an diesem Konzert absolut gelungen. Vom ersten Song an sprang der Funke über auf das Publikum, ob temperamentvoll rockig, romantisch leise oder lustig keck. Das Publikum liess sich gerne einfangen, klatschte im Takt mit, war fasziniert. Ausgesucht das Programm mit Hits bekannter Interpreten und Ensembles wie John Miles, der Münchner Freiheit, Michael Jackson, auch klassisch und Eigenkompositionen vom 43-jährigen Dani Kalt.

Rockig anrührend verschenkten sie ihr Herz (Phil Collins), bewunderten das herrliche «Stärnemeer» (Katy Perry), liessen kraftvoll ein Medley aus den Achtzigerjahren aufleben. Solistisch fast immer dabei das Energiebündel Kalt. Innig dargeboten das perlend zarte «Only you – Nume du» (Flying Pickets), heiter trällerten sie Mozarts «Kleine Nachtmusik», ein wunderbar durchsichtiges Klangbild zeichnete solistisch Daniela Brogli (Sopran) aus Zuzgen mit ihrer Eisprinzessin. «Einen Vogel im Wind» entliess der Chor melodisch ausdrucksstark in die grenzenlose Freiheit, mit «Music was my first Love» (John Miles) überbrachten sie voller Lebensfreude das Bild ihrer eigenen Liebe.

Ein wenig gespenstisch wurde es in der «Geischternacht» (Michael Jackson), in der nicht nur einige zwielichtige Gestalten im Publikum umherirrten, sondern auch auf der Bühne eine fetzige Tanzeinlage zu bewundern war. Poetisch wohlklingend der hinreissend packende Traum von Dani Kalt, emotional bei Kerzenlicht das «Lollyby – Guet Nacht min Ängel» (Billy Joel).

Anlässlich der Weihnachtsmärkte in Frick (12. Dezember) und Laufenburg (20. Dezember) wird der Chor wieder zu hören sein.