Mit einer Zeitreise durch die Geschichte der Laufenburger Fasnacht möchten Martin Blümcke, Egon Gerteis und Hubert Mutter die Bevölkerung auf die fünfte Jahreszeit einstim men. Unter dem Titel «Stelldichein der Narren – Narrentreffen in Laufenburg» haben sie eine Ausstellung arrangiert, die am Donnerstagabend eröffnet wurde.

Eingespieltes «Trio Konfetti»

Mit den Worten «Narren und Kinder sagen die Wahrheit» begann Martin Blümcke seine Eröffnungsrede zur Ausstellung, der er sich mit viel Herzblut gewidmet hat. Gemeinsam mit seinem Freund Egon Gerteis und Zunftarchivar Hubert Mutter von der Narro-Altfischerzunft 1386 machte sich Blümcke ans Werk und setzte das um, was als Idee im Sommer entsprang. In wochenlanger Feinarbeit konnte das «Trio Konfetti», wie Blümcke es liebevoll nennt, Fotos und historische Dokumente über sechs Jahrzehnte Fasnachtsgeschichte zusammentragen und als Tafeln im Foyer des Rathauses aufstellen.

Jede Ausstellungstafel befasst sich mit einem Jahrzehnt Geschichte. Den Besucher erwarten unter anderem Fotos, Plakate vom 11. November 1949 an, die 1961 erschienene Schall platte mit dem Narrenmarsch sowie Hans Rudigiers Entwurf von Sonderbriefmarken.

Dass der 77-jährige Blümcke sich die Fasnacht einverleibt hat, zeigt er an deren Entwicklung von 1928 an auf, als das närrische Treiben noch in Hallen stattfand. Erst später sorgte die VSAN (Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte) dafür, dass sich Narrentreffen auf der Strasse abspielen. 1954 wurden erstmals Festplaketten hergestellt, die den Zugang zum Narrentreffen gewährten.

Mit einem Schmunzeln blickt Blümcke auf das Jahr 1992 zurück, als die erste TV-Übertragung eines Narrentreffens zu sehen war. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits 25 Jahre lang als Hörfunkredakteur darüber berichtet.

«Untrennbar verbunden»

«Laufenburg und Fasnacht sind untrennbar miteinander verbunden», kommentierte Bürgermeister Ulrich Krieger die Ausstellung. Das Rathaus sei ein Ort der Kommunikation. «Im Interesse der Bürger wird hier Sinn und Zweck der Narrentreffen in der Brauchtumspflege vereint», so Krieger weiter, der die Arbeit hinter den Kulissen der Ausstellung lobte. «Wir sind ein eingespieltes Team», bekundete Blümcke, der seit 2004 ehrenamtlich als Laufenburger Stadtarchivar arbeitet. Mit dem früheren Postamtsleiter Gerteis habe er schon einige Ausstellungen bewerkstelligt. Zurecht darf er sich als wichtigen Vermittler des Brauchtums der schwäbisch-alemannischen Fasnacht bezeichnen. (SK)

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Rathauses (Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr und donnerstags 14 bis 18 Uhr) öffentlich zugänglich.