Frick
Eine Zeitkapsel für die Zukunft zum 300-Jahr-Jubiläum der katholischen Kirche

Der Startschuss zum 300-Jahr-Jubiläum der katholischen Kirche fällt am 1.Mai. Es wird ein vielfältiges Jubiläumsprogramm geben. Im Voraus hatten Kinder die Möglichkeit, Wünsche und Gedanken in eine Zeitkapsel zu legen.

Stefan Salzmann
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OK-Präsident Rolf Hüsser (links) und Vizepräsident Anton Hochreuter vor dem Aushub für die geplante Startplatte.

OK-Präsident Rolf Hüsser (links) und Vizepräsident Anton Hochreuter vor dem Aushub für die geplante Startplatte.

Das Aktivitätenprogramm zum 300-Jahr-Jubiläum steht – und es beinhaltet eine Mischung aus Musikalischem, Geschichtlichem und Kulinarischem. Der Bau eines Bodenlabyrinths soll das Jubiläum über die zweieinhalb Jahre begleiten.

«Das Jubiläum bietet uns die Chance zu zeigen, was die Kirche im Verborgenen alles leistet», erklärt OK-Präsident Rolf Hüsser. Gleichzeitig hätten verschiedene Gruppierungen, welche die Kirche täglich entscheidend mitprägen, die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Denn anlässlich des 300-Jahr-Jubiläums sind während der nächsten zweieinhalb Jahre verschiedene Anlässe geplant, mit dem Ziel, das Interesse eines breiten Publikums zu wecken. Offiziell gestartet wird am Sonntag, 1. Mai, 10 Uhr, mit dem Eröffnungsgottesdienst. Beendet werden die Feierlichkeiten schliesslich am 18. November 2018 mit dem Jubiläumskonzert der katholischen Kirchenchöre Frick und Eiken.

Kirchgemeinde lebt

Das Programm der Aktivitäten ist vielfältig und beinhaltet neben Musikalischem und Geschichtlichem auch Kulinarisches. «Ein persönliches Highlight ist der Vortrag über den heutigen Papst Franziskus und seine franziskanische Spiritualität», sagt Hüsser. Dieser wird am Montag, 7. November, stattfinden und von Bruder Niklaus Kuster, Kapuziner und Theologe, vorgetragen.

Seit August 2015 ist das vierzehnköpfige Organisationskomitee unter der Leitung von Rolf Hüsser in Kraft und plant das Jubiläum in ehrenamtlicher Arbeit. Wichtig sei es gewesen, Leute ins OK einzubinden, die verschiedene Gruppierungen der Kirche vertreten.

«Aufgrund der vielen spontanen Zusagen, am Jubiläum in irgendeiner Art und Weise mitzuwirken und Freiwilligenarbeit zu leisten, merke ich, dass unsere Kirchgemeinde lebt», erklärt der OK-Präsident. Ein Ziel, das mit dem Jubiläum weiterverfolgt werden soll.

Der Startgottesdienst am Sonntag, 1. Mai, steht ganz im Zeichen der Grundsteinlegung der Kirche vor 300 Jahren. Eine Kunsthistorikerin wird einen Einblick vermitteln, wie das Bauen zu dieser Zeit funktioniert hat und Urs Weiss wird darüber referieren, was eine Grundsteinlegung ist. Musikalisch umrahmt wird der Gottesdienst von den «Pleasure Singers». Im Mittelpunkt aber sollen jüngere Generationen stehen.

Startschuss zum Bau des Labyrinths

Kinder haben Gedanken und Wünsche formuliert und aufgeschrieben. Diese wurden mit einigen anderen Dingen am Montagmorgen in eine Zeitkapsel gelegt und in die Startplatte eines Bodenlabyrinths eingelassen. Während des Gottesdiensts werden die Kinder Pflastersteine auf die Startplatte legen und den Bau des Labyrinths offiziell einläuten.

«Unser Labyrinth soll symbolisieren, dass das Leben auch mal Umwege geht. Möglicherweise ist es auch ein Zeichen für die Kirche, mal vom herkömmlichen Weg abzuweichen und Neues zu wagen», erklärt Hüsser. Der Bau des Bodenlabyrinths soll während der drei Jubiläumsjahre voranschreiten und laut OK-Präsident «zirka Ende 2017 fertig sein».

Und wie lange soll die Zeitkapsel mit den Gedanken und Wünschen unberührt bleiben? «Weitere 300 Jahre», sagt Hüsser schmunzelnd. «Nein, das entscheiden nicht mehr wir, sondern unsere nächsten Generationen.»

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