Mumpf

Eine Trainingsstrecke mit Aussicht

Kurze Verschnaufpause: Ralf Grohmann vom TV Bad Säckingen auf der Mumpfer Fluh. bz

Kurze Verschnaufpause: Ralf Grohmann vom TV Bad Säckingen auf der Mumpfer Fluh. bz

Für Laufbegeisterte steht am 14. Juli der Altstadtlauf in Bad Säckingen auf dem Programm. Eine mögliche Trainingsstrecke führt auf die Mumpfer Fluh.

Der 12. Internationale Altstadtlauf steht vor der Tür. Am 14. Juli werden wieder Hunderte Läuferinnen und Läufer – viele auch aus der Schweiz – auf die Strecke durch die Bad Säckinger Innenstadt gehen. Ein bisschen Zeit bleibt also noch, um sich für den Lauf fit zu machen.

Eine mögliche Trainingsstrecke stellt Ralf Grohmann, stellvertretender Abteilungsleiter Leichtathletik des TV Bad Säckingen, vor. Grohmann hält mit 32,24 Minuten nach eigenen Angaben den Bad Säckinger Stadtrekord über 10 000 Meter. Die Trainingsstrecke ist eine Strecke mit Ausblick – sie führt vom Münsterplatz in Bad Säckingen auf die Mumpfer Fluh.

Beim Start auf dem Münsterplatz kommt fast ein bisschen Altstadtlauf-Feeling auf. Ralf Grohmann kennt die Strecken in und um die Trompeterstadt wie seine Westentasche. Deswegen darf es auch mal eine etwas ausgefallenere – und landschaftlich wunderschöne – Strecke sein. Vom Münsterplatz geht es über die Holzbrücke in die Schweiz – ich habe meinen Ausweis dabei, Ralf nicht. «Den nehme ich nie mit. Ich bin beim Laufen noch nie kontrolliert worden. Und wenn, ich wohne ja nicht weit weg, da können mich die Zöllner dann gerne kurz begleiten», sagt er verschmitzt. Von der Holzbrücke – wer auf den Grenzübertritt verzichten möchte, kann natürlich auch erst hier starten – laufen wir direkt am Rhein flussabwärts.

Nichts für schwache Waden

Noch ist die Strecke angenehm, gut um ins Laufen zu kommen. Doch hinter dem Bahnhof in Stein, den wir durch die Unterführung hinter uns lassen, lässt sich schnell der Grund erahnen, warum mich Ralf bei unserem ersten Telefonat gleich gefragt hat, ob ich «gut zu Fuss» bin. Ich habe ja gesagt – und bereue es bald ein bisschen. Denn vom Bahnhof an geht es erst einmal nur noch bergauf. Die Mumpfer Fluh liegt auf exakt 510,7 Metern, wie eine Tafel informiert. Bad Säckingen liegt auf etwa 290 Metern, macht nach Adam Riese einen Höhenunterschied von etwa 220 Metern. Von der Fluh geht es über den Bahnhof wieder zurück zum Münsterplatz. Alles in allem sind das etwa zwölf Kilometer, für die wir schliesslich 72 Minuten brauchen. Der Lauf beginnt harmlos. Rheinabwärts läuft es sich ohne grosse Anstrengung. Doch dann geht es los. Wir laufen aus Stein heraus und bleiben ein Stück auf dem Vita-Parcours. Bei einer Kapelle biegen wir links ab und von da an wird es richtig knackig. In drei Rampen überwinden wir auf geschätzt knapp zwei Kilometern den Grossteil der Steigung. «Oberkörper nach vorne und kleine Schritte machen», rät mir Ralf Grohmann, «und nur auf den Boden direkt vor dir schauen.» Trotz dieser Tipps ist dieser Teil der Strecke nichts für schwache Waden. Der Trail ist eng und zum Teil geht es über Treppen steil nach oben. Das macht zwar Spass – allerdings nur, wenn man sich gerne ein bisschen selbst quält.

Zum Ende der dritten Rampe wird man auf der Mumpfer Fluh dann allerdings mit einem wunderschönen Ausblick belohnt. Wer Bad Säckingen und den Rhein gerne einmal von oben sehen will, von hier aus hat er die Gelegenheit. Auch einen öffentlichen Grillplatz gibt es hier oben (der Platz ist auch mit dem Auto zu erreichen).

Nach einer kurzen Fotopause geht es weiter – an einem einsamen Bauernhof vorbei und dann wieder genauso steil bergab, wie zuvor bergan. Besonders bei Nässe kann es auf dem Waldboden richtig glitschig werden. Es empfehlen sich Laufschuhe mit entsprechendem Profil.

Kaum Abkürzungen möglich

Viele Abkürzungsmöglichkeiten gibt es auf dieser Strecke zur Mumpfer Fluh und zurück nicht. Man kann höchstens umdrehen. Hat man die Fluh erreicht, macht das aber eigentlich keinen Sinn mehr, weil man dann das Schlimmste hinter sich hat. Deswegen ist diese Strecke sicher nichts für Anfänger. Gegen eine Runde Nordic Walking oder wandern spricht aber nichts – man muss allerdings entsprechend Zeit einplanen und darf die Steigung nicht unterschätzen.

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