Herznach
Eine tote Ratte lag im Briefkasten der Gemeinde-Verwaltung

Eine unschöne Entdeckung hat heute früh Harry Wilhelm, der Gemeindeschreiber von Herznach, gemacht. Im Briefkasten der Gemeindeverwaltung lag eine tote Ratte. Wilhelm kann es nicht fassen.

Nadine Pfeifer
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Ein unbekannte Person hat eine Ratte in den Briefkasten der Gemeindeverwaltung Herznach gelegt.

Ein unbekannte Person hat eine Ratte in den Briefkasten der Gemeindeverwaltung Herznach gelegt.

ZVG

Als Gemeindeschreiber Harry Wilhelm am Freitagmorgen den Briefkasten der Gemeindeverwaltung Herznach öffnet, liegt ausser der Post auch eine tote Ratte darin. «Ich habe mich ziemlich erschrocken und dann wurde ich wütend» so Wilhelm.

Wütend war wohl auch die Person, die das Tier in den Briefkasten gedrückt hat. Die Ratte steht für Krankheiten, seelische und körperliche Qualen, sei feige und hinterhältig. Harry Wilhelm erklärt: «Ich habe immer wieder mit aufgebrachten Leuten zu tun, das liegt in der Natur meines Berufes. Darunter sind häufig auch emotionale Themen wie aktuell die geplante Deponie Buech.»

Harry Wilhelm, Gemeindeschreiber von Herznach.

Harry Wilhelm, Gemeindeschreiber von Herznach.

herznach.ch

Ob die Ratte aber wirklich aus Wut über die geplante Deponie im Briefkasten gelandet ist, ist unklar. «Es wäre reine Spekulation. Genauso gut könnte es ein makaberer Scherz von einem Besoffenen gewesen sein. Möglich ist alles», sagt Wilhelm.

Ebenfalls unklar ist, ob die Ratte, noch gelebt hat, als sie durch den Briefkastenschlitz gequetscht wurde. Lange war sie jedenfalls noch nicht tot. «Es stank nicht, es muss in der Nacht passiert sein, denn die Ratte war noch nicht am Verwesen», so Wilhelm.

Dass herausgefunden wird, wer hinter der Tat steckt, ist unwahrscheinlich. «Es wäre pures Glück, wenn es jemand beobachtet hätte.» Die Gemeindeverwaltung von Herznach ruft dennoch dazu auf, allfällige Beobachtungen der Gemeindekanzlei oder der Regionalpolizei zu melden.

«Wir müssen noch mit der Polizei besprechen, was wir genau anzeigen können. Vielleicht ist es auch noch ein Vergehen gegen das Tierschutzgesetz», erklärt Harry Wilhelm. Er kann es immer noch nicht fassen: «Es gibt eine gewisse Niveaugrenze und diese wurde hier klar unterschritten.»