Rheinfelden

Eine Stadt taucht ins Mittelalter ein: 20'000 Besucher werden erwartet

Ab morgen Abend werden Wachmänner, Ritter und Magier am zweiten Mittelalterfest nach 2016 durch die Altstadtgassen in Rheinfelden ziehen.

Ab morgen Abend werden Wachmänner, Ritter und Magier am zweiten Mittelalterfest nach 2016 durch die Altstadtgassen in Rheinfelden ziehen.

Burgfräuleins, Edelmänner, Minnesänger – wer am Wochenende durch die Rheinfelder Altstadt flaniert, wird in der Zeit einige Jahrhunderte zurückversetzt. Am Freitagabend startet das Mittelalterfest mit Marktständen, Schaukämpfen, zwei Konzertbühnen und Gauklerei.

Im Jahr 2016 wurde das Mittelalterfest zum ersten Mal von der Stadt organisiert, um das Altstadtfest, das im Zwei-Jahres-Turnus stattfindet, neu zu beleben: «Wir hatten damals viele positive Rückmeldungen und uns daher entschieden, an dem Konzept festzuhalten», sagt Daniel Vulliamy, Leiter Stabsdienste und Stadtmarketing.

Das Gros des Budgets des dreitägigen Festes wird von der Ortsbürgergemeinde mit einem Anteil von 40 000 Franken getragen. Wichtig war Vulliamy, dass der Perimeter, auf dem das Fest durchgeführt wird, klein ist, damit die Besucher auch wirklich das Gefühl haben, sie seien im Mittelalter gelandet.

Neben den mittelalterlichen Marktfahrern und Darstellern beteiligen sich auch acht ortsansässige Vereine, die bei der Stadtkirche St. Martin unter anderem Kaffee und Kuchen verkaufen. Dort werden auch am Samstag und Sonntag von der Rheinfelder Katechetin Susanne Ammann Sagen und Geschichten erzählt. «Wir erwarten über das Wochenende bis zu 20 000 Besucher», sagt Vulliamy.

Unterstützt in der Durchführung des Festes wird die Stadt von der Firma «The Brainfood», die viele Kontakte in die Mittelalterszene hat und bereits am Mittelalterfest 2016 in Rheinfelden beteiligt war. «Zwischen 50 und 60 Marktfahrer werden ihre mittelalterlichen Waren anbieten oder diese nach mittelalterlicher Handwerkskunst herstellen», sagt Geschäftsführer Marco Meier.

So zum Beispiel ein Papiermacher, der verschiedenen Papiere von Hand schöpft, ein Bogenbauer oder ein Waffenschmied. Natürlich wird auch kulinarisch mit Fackelspiessen und Honigwein der Bogen zum Mittelalter gespannt.

Einzug der Marktfahrer

Das Mittelalterfest beginnt am Freitag, 18 Uhr mit dem Einzug der Marktfahrer. «Der Tross wird sich mit Trommeln und Sackpfeifen bemerkbar machen», sagt Meier. Während des Marktbetriebes in der Altstadt wird eine Gauklergilde mit Akrobaten und Jongleuren auf der Bahnhofstrasse zwischen dem Hauptwach- und dem Zähringerplatz für Unterhaltung sorgen.

Auf dem Rasen, im Spickel zwischen der Bahnhofstrasse und dem Schützenweg, werden die mittelalterlichen Schausteller ihre Zelte aufschlagen. Dort befindet sich auch die Schaukampfarena, in der sich die Kontrahenten mit Schwertern gegenüberstehen oder sich im historischen Fechten gegeneinander beweisen.

Auch musikalisch wird einiges geboten. Auf zwei Bühnen – auf dem Hauptwach- und dem Zähringerplatz – werden unter anderem Bands wie die Pestbeulen mit Sackpfeifen und Trommeln für mittelalterliche Klänge in der Altstadt sorgen.

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