Magden

«Eine neue Ära des Sports beginnt»

Magdener Schüler bieten zum Schluss des Festaktes schwungvolle Tanzvorführungen. Heidi Rombach

Magdener Schüler bieten zum Schluss des Festaktes schwungvolle Tanzvorführungen. Heidi Rombach

Die Gemeinde Magden realisierte für 10 Millionen Franken eine neue Mehrzweckhalle. Nun ist sie eingeweiht.

Von der ersten Idee bis zur fertigen Mehrzweckhalle vergingen in Magden immerhin neun lange Jahre, doch nun zeigen sich Sport- und Kulturvereine begeistert von einem gelungenen Werk. «Eine neue Ära des Sports beginnt», meint denn auch Gemeindeammann Brunette Lüscher in ihrer Festrede am Samstag. Für die Standortwahl im Ortszentrum seien die vorhandene Infrastruktur, das flache Gelände sowie die Kombination mit den bestehenden Hallen und die Nähe zu den Schulanlagen.

Beeindruckend findet Lüscher, dass das ehrgeizige Projekt in 14 Monaten Bauzeit verwirklicht werden konnte. «Die neue Sporthalle Matte ist in erster Linie als Spielhalle ausgerüstet, für die polysportlichen Tätigkeiten steht nach wie vor die voll ausgerüstete Doppelturnhalle Juch zur Verfügung», erläutert Lüscher bei strahlenden Sonnenschein dem dicht gedrängt sitzenden Publikum auf dem neuen Hallenvorplatz.

Kurz blendete Lüscher auf die Turn- und Sportgeschichte von Magden zurück, erwähnte die im August 1960 eingeweihte Turnhalle (heute Gemeindesaal) und die 1988 in Betrieb genommene Doppelturnhalle, vor allem aber die Zukunftskonferenz im November 2007: «Damals wurden Forderungen nach zusätzlicher Sporthallenkapazität laut.»

Nachdem sechs Planungsbüros zu einer Studieneingabe eingeladen waren, bewilligte der Gemeinderat 2011 einen Kredit für die Ausarbeitung des Siegerprojekts und schliesslich im Dezember 2012 den Baukredit über knapp 9,9 Millionen Franken sowie 380 000 Franken für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hallenkomplexes. Architekt Daniel Dähler freut sich: «Wir sind stolz, der Gemeinde Magden eine termin-, kosten- und qualitätsgerechte neue Sporthalle mit zusätzlichen Kulturräumen übergeben zu können.» Dass es in der Anfangsphase auch «einige Überraschungen» gegeben hatte, verhehlte er nicht. Stichwortartig nannte er den kontaminierten Aushub, die schwierige Geologie und nicht erwartete Versorgungsleitungen. Dass viele Unternehmen aus der Region am Bau beteiligt waren, wertet er als positiv. Sportlern wie Kulturschaffenden wünschte Dähler «viel Freude, Ausdauer und Erfolg» mit der neuen Halle.

Halle eingesegnet

Als Sprecher der Sportvereine lobte Eugen Lang das Engagement des Gemeinderates bei der Umsetzung einer 2006 geborenen Idee, denn schon damals klagten Vereine über mangelnde Hallenkapazitäten. «Jetzt haben wir ein Schmuckstück. Das lange Warten hat sich gelohnt.» Es würden sich neue Möglichkeiten biete, das Sportangebot auszubauen, wobei auch Aktivmannschaften von optimalen Trainings- und Wettkampfbedingungen profitieren dürften.

Der christkatholische Pfarrer Peter Feenstra trat namens der drei Landeskirchen auf. Er segnete symbolisch die Eingangstüren der Halle und ist überzeugt: «Hier geht es um Zusammenhalt und Gemeinschaftsgeist, um Motivation, Teamfähigkeit und Fairness.» Das Vereinsleben tritt laut Feenstra keinesfalls in Konkurrenz zu den Kirchen, betont der Pfarrer. Wichtig sei, dass sich Menschen treffen, denen Aktivitäten guttun.

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