«Die Laufenburger Fasnacht verbindet seit Jahrhunderten die beiden Städte», sagte Ulrich Krieger, Bürgermeister von badisch Laufenburg, am Montagabend in der neu renovierten Zunftstube in der deutschen Altstadt. Meinrad Schraner, Vizeammann im schweizerischen Laufenburg, fügte begeistert an: «Sie ist eine einmalige, kulturelle Angelegenheit. Die Laufenburger Fasnacht ist einzigartig.» Das bestätigt sich unter mit einer Bemerkung von Felix Klingele, OK-Präsident der Städtlefasnacht. «Als Teil der schwäbisch-allemanischen Fasnacht ist die Laufenburger Fasnacht 2014 in das immaterielle Unesco Weltkulturerbe aufgenommen worden.»

Neues, gemeinsames Logo

Bevor die beiden Zunftmeister der Narro-Alt-Fischerzunft 1386 René Leuenberger und Claus Epting, gemeinsam mit zahlreichen anderen Organisatoren das umfangreiche Programm der grenzüberschreitenden Fasnacht 2015 vorstellten, wurde das neue gemeinsame Fasnachtslogo präsentiert. Entworfen und umgesetzt haben es Stefan Fischer und Philipp Maier. Künftig werden unter dem Sujet - die doppelbogige Laufenbrücke mit dem Schriftzug «Laufenburger Städtlefasnacht» – alle im Zusammenhang mit der Laufenburger Fasnacht stehenden Anlässe publik gemacht. So auch auf den aktuellen Flyern und Plakaten, die zudem in stilisierter Form die wiederum von Ehrenzunftmitglied Peter Strittmatter entworfene Plakette 2015 zeigen. Seit Montagabend ist zudem die Info-Homepage www.fasnacht-laufenburg.org online.

Die närrischen Laufenburger Tage beginnen beidseits des Rheins am 1. Faissen, 29. Januar, frühmorgens mit lauter Tschättermusik. Der Hauptbott findet am Abend des gleichen Tages auf deutscher Seite statt. Eine Woche später, am 2. Faissen, wird wieder getschättert. Mehrere Anlässe verteilen sich dann auf den ganzen Tag.

Absolut in Narrenhand ist die Zweiländerstadt dann ab frm 12. Februar, dem 3. Faissen. Mit der Salmanlandung auf deutscher Rheinseite ist die Laufenburger Städtlefasnacht eröffnet. Von jetzt an geht es Schlag auf Schlag. Unter anderem mit Maskenball in der minderen Stadt oder Schnitzelbänken in den Restaurants der Mehreren Stadt.

Jubiläums-Gugge-Festival

Auf den Bühnen in den beiden Altstädten findet am Freitagabend das 25. Open-Air-Gugge-Festival statt. Bevor der Grossanlass um 19 Uhr startet, sind ab 17.30 Uhr vorher erstmals Familien mit Kindern eingeladen an einem Monsterkonzert teilzunehmen. Einzige Voraussetzung ist das Mitbringen eines Instrumentes. Die Nacht von Samstag auf Sonntag gehört den Hexen. Der Nachtumzug «Häxefüür» begeistert längst Teilnehmer wie auch Besucher. Die Verantwortlichen mussten auch für die diesjährige Durchführung zahlreichen Gruppen absagen. Rund 1400 Hexen und Dämonen beteiligen sich am nächtlichen Umzug mit anschliessenden Darbietungen auf dem Marktplatz (Schweiz). Ein Urgestein der Laufenburger Fasnacht ist der grenzüberschreitende Umzug auf Nachmittag des Fasnachtssonntags.

An Aschermittwoch ist Schluss

Der Folgetag widmet sich mit diversen Veranstaltungen den Kindern. Bevor es langsam dem Ende der närrischen Tage entgegengeht, lädt die Zunft am Dienstagnachmittag zum traditionellen Narrolaufen ein. Auf deutscher Seite ist am Dienstagabend Schluss. Wahrhaftig in Rauch löst sich die Fasnacht mit ihrer Verbrennung am Aschermittwochabend im schweizerischen Laufenburg auf.