Laufenburg
Eine Mauer zu bauen ist gar nicht so leicht

Der aargauische Baumeisterverband und die Erne AG ermöglichten Laufenburger Schülern Einblicke in verschiedene Bauberufe. An fünf Posten konnten sie selbst Hand anlegen.

Sandra Bös
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Der Infotag war eine gelungene Veranstaltung
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Infoveranstaltung zum Thema Bau in Laufenburg, durchgeführt vom Baumeisterverband und der Erne AG
An diesem Posten wurde eine Kanalisation nachgestellt
Vor allem die Jugen hatten Spass am bauen einer Aussparung aus Holz
Mit einem kleinen Raupenbagger versuchten die Schüler eine Kugel in einen Topf zu versenken
Auch die Mädchen hatten grosse Freude am Miniraupenbagger
Am Ende wurden Preise an die Gewinner des Wettbewerbs überreicht

Der Infotag war eine gelungene Veranstaltung

Sandra Bös

Alle drei Jahre besucht der aargauische Baumeisterverband auf seiner Infomobiltour verschiedene Schulen des Kantons, um seine Berufe den Schüler in der Theorie wie auch der Praxis näher zu bringen. Am gestrigen Tag besuchte es, mit dem ortsansässigen Bauunternehmen Erne, die Kreisschule Blauen in Laufenburg.

Nach einer kurzen Begrüssung und einem Vortrag in der Aula durften die Schüler in Gruppen an fünf verschiedenen Posten selbst Hand anlegen, ihre Können unter Beweis stellen und mehr über die einzelnen Berufe lernen.

Praktisches Lernen

An einem Posten zeigte der Mauerlehrling Till Wälchli den Schülern, wie man mit Ziegel, Spachtel und Spachtelmasse Schritt für Schritt eine Mauer baut. Bianca Giovanoli vom Marketing erklärt: «Eine Mauer zu bauen sieht als Zuschauer sehr einfach aus, doch sobald man es selbst versucht, merkt man, dass es in Wirklichkeit gar nicht so einfach ist. Wir haben uns entschieden auch einen Lehrling für diesen Posten mit zu nehmen, das führt zu einem näheren Kontakt mit den Schülern, weil er nicht viel älter ist, als die meisten hier.» An einem anderen Posten stand ein kleiner Raupenbagger, mit dem die Schüler versuchten, eine Kugel in einen Topf zu versenken. Ein gar nicht so einfacher Balanceakt, stellten die jungen Leute beim Ausprobieren fest.

An einem weiteren Posten wurde mithilfe einer Toilette und Röhren eine Kanalisation nachgestellt. «Viele wissen nicht, was unter ihrem Fussboden passiert. Deshalb versuchen wir, es den Schülern mit dieser vereinfachten Installation etwas näher zu bringen. Sie sollen die Röhren so zusammenbringen, dass das Wasser von der Toilette durch die Röhren ans andere Ende fliessen kann.»

«Schüler sensibilisieren»

Im Infomobil des Baumeisterverbands wurden die Schüler mit einem kurzen Film über den Alltag, die Aufstiegsmöglichkeiten, die Sonnen- und Schattenseiten des Berufs Maurer informiert. Bianca Giovanoli erläutert der Aargauer Zeitung: «Wir haben uns entschieden, die Infomobiltour 2012 des Baumeisterverbands zu unterstützen, weil es uns wichtig ist, neue Lehrlinge aus der Umgebung auszubilden und wir die Schüler für diese handwerklichen Berufe sensibilisieren wollen.»

Während des Postenrundgangs nahm jeder Schüler noch an einem Wettbewerb teil mit fünf Fragen über den Beruf des Maurers. Am Ende der gelungenen Veranstaltung wurden die fünf Gewinner mit einem Preis belohnt.