Laufenburg
Eine Kette der Kultur über den Rhein

Trotz herbstlichen Temperaturen liessen sich die Besucher von der Kulturnacht verzaubern.

Peter Schütz
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Zwei von drei Musikern des PPK-Trio in der KultSCHÜÜR
15 Bilder
Pit Kurt und Roland Kröll (von links) im Druidenhaus
Malen für Kinder in der Marktgasse
Konzentriert Ursula Rohrer im Rehmann-Museum
Kulturnacht Laufenburg
Ein bunter Fisch am Wasenbrunnen
Die Künstlerin Marlen Miggler vor ihrer Fischinstallation am Wasenbrunnen
Diese Jungs hatten an der Kulturnacht einiges zu entdecken
Die Ballettschule auf der Laufenbrücke
Der Verein „Pro Römische Geschichte“ bei der Durchführung eines Rituals
Das Theater WIWA zeigt eine Szene aus „Und dann war es dunkel“
Das Theater WIWA bei einer Szene aus „Und dann war es dunkel“
Besucher vor der Lichtinstallation der Künstlergruppe H´ART
Auf der Laufenbrücke
Arti Lemon (rechts) an der Arbeit an einem Kunstwerk für den guten Zweck

Zwei von drei Musikern des PPK-Trio in der KultSCHÜÜR

Peter Schütz

Hingehen, schauen, erleben und geniessen: So lautete das Credo der Veranstalter der 11. Kulturnacht ohne Grenzen in Laufenburg. An 18 Stationen auf beiden Seiten des Rheins verbanden Künstler, Museen, Institutionen und Behörden die kulturelle Vielfalt der Städte Laufenburg in Deutschland und in der Schweiz zu einer imaginären Kette. Mit einigen Überraschungen, wie etwa der Kunstintervention von Marlen Miggler, die bunte Fische über den Wasenbrunnen schweben liess, oder den Darbietungen der Ballettschule von Luise Krey auf der Laufenbrücke.

Chapeau vor den Organisatoren

Dort hatten zuvor politische Vertreter der beiden Städte sowie der Kulturreferent des Landkreises Waldshut, Jürgen Glocker, die Kulturnacht offiziell eröffnet – mit einem verbalen «Chapeau» vor den Organisatoren und den Teilnehmern. Vorbei war es zwar mit dem Sommer, die Temperaturen recht kühl, aber: Das Publikum zog mit. «Die Resonanz ist gut», berichtete etwa der Zeichner Markus Olivieri.

Ebenso Klaus Kipfmüller, Mitglied der Künstlergruppe «H’ Art»: «Es macht Spass hier, weil die Leute interessiert sind.» Die Künstlergruppe hatte in der Codman-Anlage die 60 Quadratmeter grosse Licht- und Klanginstallation «Red Wall» (Rote Mauer) errichtet. Sie bestand aus rot beleuchteten Grossballonen – was für Irritation sorgte, zumal aus den Lautsprecherboxen Geräusche von Nachtvögeln, knirschendem Eis und knisterndem Feuer drangen.

Konventioneller ging es auf der Laufenbrücke zu, wo mehrere Künstler aus der Region ihre Werke präsentierten. Speziell: Der Deutsche Roland Köpfer und der Schweizer Arti Lemon nahmen mit einem gemeinsamen Werk das Thema der Kulturnacht «ohne Grenzen» nochmals auf. Sie stellten einen Glastopf auf, in den die Besucher eine Spende einwerfen konnten. Wer mindestens 20 Euro oder Franken spendete, nahm an der Verlosung des gemeinsamen Kunstwerks teil.

Der Erlös ging an den Asylhelferkreis Laufenburg. «Wir wollten damit ein Zeichen setzen», berichteten Köpfer und Lemon, «weil wir es wichtig finden, den Menschen auf der Flucht eine Möglichkeit der Integration zu geben».

Vorgeschmack auf das Theater

Was sonst noch zu sehen und hören war: Der Verein «Pro römische Geschichte» führte den Besuchern Ausrüstung, Waffen und ein in Latein gehaltenes Ritual vor, bei Edita Soldati durften sich die Kinder im Malen üben. Im Rehmann-Museum traten Dietrich Zöller, Ursula Rohrer und ein Blockflötenensemble auf. Im Theater Wiwa in der Kultschüür gab es Musik von Paolo Puccetti, Pino Ragusa und Karen Haverbeck. Und das Wiwa-Team zeigte eine Szene aus dem Kriminalstück «Und dann war es dunkel», das Ende Oktober Premiere hat. Dann war es wirklich dunkel, draussen in den Gassen der Laufenburger Altstadt. Die Kulturnacht aber dauerte bis Mitternacht an. Lebhaft, mit einer beeindruckenden Fülle an Kultur.

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