Handball
Eine katastrophale Chancenverwertung: Der TV Möhlin verliert gegen die Lakers Stäfa

Die TV-Handballer verlieren beim Spitzenduell gegen die Lakers Stäfa am Zürichsee mit 22:30 deutlich – nicht zuletzt, weil sie zu viele Tormöglichkeiten ungenutzt liessen

Michi Mahrer
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Voller Einsatz: Karlo Ladan vom TV Möhlin hatte viel Arbeit am Kreis.Michi Mahrer

Voller Einsatz: Karlo Ladan vom TV Möhlin hatte viel Arbeit am Kreis.Michi Mahrer

Michi Mahrer

Der TV Möhlin startete schlecht in die Partie gegen die Lakers. Diese hatten ihr letztes Spiel gegen Steffisburg knapp verloren und mussten den ersten Tabellenplatz dem TV Endingen abgeben. Weil sie die Tabellenspitze wieder zurückerobern wollten, setzten sie den TV Möhlin gehörig unter Druck: Mal um Mal musste der TV Möhlin die starken Flügelspieler der Lakers gewähren lassen.

Dabei haderte der TV Möhlin selbst mit einem Lattenschuss, Fehlpässen und einem Ballverlust. Die Gastgeber ihrerseits zelebrierten ihre Konter und verteidigten aggressiv und offensiv. Nach sechs Minuten, beim Stand von 5:1, hatte Trainer Zoltan Cordas genug gesehen und legte eine Auszeit ein.

Doch es wurde nicht besser, die Zuspiele waren zu unpräzise und Möhlin kassierte noch eine Zeitstrafe. Symptomatisch dann die nächste Szene, als Marcus Hock schlecht abschloss und der Torwart leichtes Spiel hatte. Der Ball flog in den Gegenstoss und wurde erneut durch Nicola Brunner zum frenetisch umjubelten 8:2 gespielt. Möhlin versuchte, den Rückstand aufzuholen, machte aber Eigenfehler oder vergab vorne.

Möhlin lief Rückstand hinterher

Als Möhlin wenig später zu einem weiteren Siebenmeter antreten konnte, schoss Marcus Hock den Ball vorbei. Erst mit den beiden Kreistoren durch Karlo Ladan und den beiden Treffern von Manuel Csebits kam Aufwind ins Möhliner Spiel: 7:11. Jedenfalls sah sich Stäfa nun in Schieflage und bezog seinerseits eine Auszeit. Stäfa machte danach erneut Druck auf allen Positionen und erzielte aus allen Lagen Tore. Möhlin lief einem Rückstand von bis zu sechs Toren hinterher und konnte bis zur Pause nur leicht aufholen (12:16).

Zu Beginn der zweiten Hälfte verkürzte Mischa Wirthlin zum 13:16, nachdem ihm kurz zuvor ein Sololauf gegen Goalie Fabian Pellegrini misslungen war. Doch anstatt jetzt die Wende einzuläuten, schlichen sich wieder Defizite ein – 13 technische Fehler waren es am Ende –, welche die Lakers eiskalt ausnutzten. Als Jonas Buholzer am Siebenmeterpunkt verschoss und aus dem 13:18 eben kein 14:18 resultierte, machte sich auch bei den wenig angereisten Fans Konsternation breit. Zu viele Chancen endeten in einer Negativschlaufe, sodass es schon fast unheimlich wirkte.

Das Team scheiterte nicht an seiner guten Abwehrarbeit, sondern an der blockierten Offensive, die sich schon fast epidemieartig auf die Spieler ausbreitete. Zwar verkürzte Florian Doormann in der 46. Spielminute zum 17:20, aber die nachfolgenden Abschlussversuche versickerten erneut. Dafür setzte sich jetzt Valentino Valentakovic bei den Lakers durch und brachte sein Team wieder nach vorne: 23:18 in der 52. Spielminute.

Es folgten hektische Szenen, die für Trainer Zoltan Cordas des Guten zu viel wurden und die Spielleitung bedachte ihn mit einer Zeitstrafe. Der TV Möhlin konnte sich in den Schlussminuten nicht mehr gewinnbringend durchsetzen und musste die Lakers ziehen lassen. Insgesamt erlitt die Chancenauswertung des TV Möhlin einen veritablen Schiffbruch. Die Möhliner hatten in Stäfa in der Tat einen schweren Stand, standen sich jedoch zum Schluss oftmals selbst im Weg.