MG Herznach-Ueken

Eine Kalorienbombe für die Ohren

Die Musikgesellschaft Herznach-Ueken bot unter der Leitung von Beda Hohler viele Leckerbissen für die Ohren. Ingrid Arndt

Die Musikgesellschaft Herznach-Ueken bot unter der Leitung von Beda Hohler viele Leckerbissen für die Ohren. Ingrid Arndt

Die Musikgesellschaft Herznach-Ueken servierte dem Publikum am Jahreskonzert ein perfektes Menü.

«Kalorie för d’ Ohre» servierte die Musikgesellschaft Herznach-Ueken an ihrem Jahreskonzert. Darüber hinaus jedoch noch viel mehr. Es gab Unterhaltung vom Feinsten, bekannt oder unbekannt, Schwung, Pep und ganz viel gute Laune. Es war ein Konzert mit besonderen Delikatessen und Leckerbissen unter Leitung von Beda Hohler, der dem Orchester seit sieben Jahren vorsteht. Charmant und witzig moderierte Nicole Häberli das Programm.

«Willkommen zum Fest» begrüssten die 28 Musikanten zwischen 15 und 63 Jahren furios die Gäste im vollbesetzten Gemeindesaal. Das Musical «Miss Saigon», in Noten gesetzt von Claude-Michel Schönberg, feierte und feiert seit seiner Weltpremiere 1989 weltweit riesige Erfolge. Romantisch zart interpretierten die Musiker die Suite daraus, um dann herrlich flott in einen Swing überzuwechseln. Fröhlich rhythmisch das Stück aus dem Film «Das Junglebuch», in dem Stefan Hasler als furchterregender Affe direkt aus dem Dschungel auf die Bühne kam, seine Posaune dabei hatte und mit Bruno Schmid, Bass, in dem Song versicherte, «ich möchte so sein wie du».

Spektakulär ist die grossartige Tanzshow «Lord of the Dance». Ein Medley musikalischer Höhepunkte daraus berichtet gefühlvoll und temporeich über eine alte irische Legende vom Kampf des Guten gegen das Böse.

50 Jahre aktiv dabei

Bereits 50 Jahre sind Emil Hasler und Heinz Schmid Aktivmitglieder in der Musikgesellschaft Herznach-Ueken. Das Vereinsleben haben sie stets engagiert mitgestaltet und konnten auch ihre Familien für dieses schöne Hobby begeistern. Ihnen zu Ehren spielte das Orchester den fetzigen Marsch «Ceremony». Erst vor kurzem fanden sich acht Bläser und zwei Schlagzeuger zusammen und gründeten das Ensemble «Stolle Füx». Sozusagen frisch aufgetaucht sind sie mit ihrem Leiter Beda Hohler aus den Tiefen des Herznacher Bergwerkes. Und was sie mitgebracht hatten, brachte den Saal restlos zum Kochen. Zum Geniessen war der Spaziergang in die 50er- und 60er-Jahre mit Dixieland, Boogie-Woogie, Jazz und Gospel-Song. So viel lustvoller Spass war selten, das Publikum war hingerissen.

Nach einem kurzen Abstecher zum «Black River» hielt die Crew Melodien aus dem Zeichentrickfilm «Lilo und Stitch» bereit. Der amerikanische Jazz-Posaunist und Komponist Glenn Miller war in den 40er-Jahren ein begnadeter und populärer Musiker. Er kreierte den unverwechselbaren Glenn Miller Sound, bei dem die Klarinette den Saxophonsatz führt. Ein besonderer Hochgenuss an diesen Abend war eine Parade bekannter Stücke von ihm, so das grandiose «In the Mood» oder der «St. Louis Blues March». Nicht nur Freddy Mercury als Komponist wusste, dass es nicht so einfach ist mit dem «verrückten kleinen Ding namens Liebe», und zum Schluss durfte noch einmal nach Herzenslust gerockt werden. «Schon zu Ende?», fragten sich die Gäste und erklatschten sich natürlich zwei Zugaben.

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