Laufenburg

Eine gute Nacht für die Sterngucker – sogar Planet Saturn ist zu sehen

Rosettennebel NGC 2237 im Sternbild Einhorn, aufgenommen von Hugo Blikisdorf, Mitglied der Vereinigung Sternwarte Cheisacher. AZ

Rosettennebel NGC 2237 im Sternbild Einhorn, aufgenommen von Hugo Blikisdorf, Mitglied der Vereinigung Sternwarte Cheisacher. AZ

Die Sternwarte Cheisacher im Laufenburger Ortsteil Sulz öffnete am Wochenende seine Tore für das Publikum. Den Sternguckern gelingen immer wieder beeindruckende Aufnahmen aus dem All.

«Mit der Zahl von rund 20 Erwachsenen und Jugendlichen, die unserer Einladung folgten, sind wir zufrieden», hielt Josef Schibli, Präsident der Vereinigung Sternwarte Cheisacher, zum Publikumsaufmarsch an der Frühlingsbeobachtung fest.

Jupiter und Saturn waren zu sehen

Es war eine ziemlich gute Nacht für die Sterngucker, «obschon die äusseren Bedingungen nicht ganz optimal waren», so Präsident Schibli, Denn zwischendurch bildete sich Dunst. Immerhin sei dies seit langer Zeit der erste akzeptable Beobachtungsabend gewesen.

Der Jupiter konnte durch das grosse Cheisacher-Teleskop betrachtet werden und auch die Mondsichel war sehr gut zu sehen. Während ein angepeilter Kugelsternhaufen im Dunst beinahe verschwand, war später ein Doppelstern gut sichtbar. Zum Schluss des Beobachtungsabends tauchte noch der Saturn mit seinen Ringen ganz tief am Horizont auf.

«Dieser lange und harte Winter hatte es in sich», hielt Josef Schibli fest: «Schnee, die grosse Kälte und der meiste Zeit wolkenverhangene Himmel haben es den 13 Vereinsmitgliedern nicht einfach gemacht, die Gestirne zu beobachten», so der Präsident. Vom harten Kern der Vereinigung, das sind 8 bis 9 Mitglieder, beteiligten sich übrigens deren 6 am Beobachtungsabend und am vorgängigen Arbeitsnachmittag.

Josef Schibli erwähnte: «Wir wussten, es regnet nicht und es würde gegen Abend sogar relativ klar werden. So haben wir tagsüber die Umgebung der Sternwarte gepflegt, das heisst, Sträucher zurückgeschnitten, aufgeräumt und die Feuerstelle für den Gebrauch vorbereitet.

Wir konnten feststellen, dass sich unsere Anlagen in gutem Zustand befinden. Einzig die Treppe zu unserem Aufenthaltshäuschen hat diesen Winter gelitten, weil sie der Witterung ausgesetzt ist; da müssen wir etwas machen. Und mittelfristig muss das Dach einmal genauer überprüft werden.»

Weil es diesen Winter auf dem Cheisacher immer ziemlich viel Schnee hatte, war die Benützung der Sternwarte übrigens nicht immer möglich, weil sich das Dach nicht öffnen lässt, wenn Schnee darauf liegt.

Beeindruckende Aufnahmen

Den Mitgliedern der Vereinigung Sternwarte Cheisacher gelingen immer wieder beeindruckende Aufnahmen. Etwa Hugo Blikisdorf, der einen besonders schönen Emissionsnebel im Bild festzuhalten vermochte, den Rosettennebel NGC 2237 (siehe Bild) im Sternbild Einhorn, in einer Entfernung von 3600 Lichtjahren.

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