Herznach

Eine grosse Solaranlage für sechs Familien

Der mit Ballonen geschmückte Aufstieg aufs Dach der Herznacher Firma.  Fotos: Annemarie Schläpfer

Der mit Ballonen geschmückte Aufstieg aufs Dach der Herznacher Firma. Fotos: Annemarie Schläpfer

Die Firma Ballon-Müller hat die Zeichen der Zeit verstanden: Kürzlich stellte sie der Bevölkerung die neue Photovoltaik-Anlage von 196 Quadratmetern vor, was der Stromversorgung von rund 6 Einfamilienhäusern entspricht.

Die Sonne hatte sich an diesem frühlingshaften Spätnachmittag gerade verabschiedet, als Martin Müller, Inhaber der Ballon-Müller AG, die zahlreichen Interessierten auf dem Platz vor seinem Geschäftshaus begrüsste, und es wurde empfindlich kalt. Die neuen Solarpanels auf dem Dach stellten nun ihre Arbeit weitgehend ein.

Immerhin hatten sie vom 1. bis zum 11. März bereits 152 Kilowattstunden produziert. Das konnte man auf der farbigen Videotafel ablesen, die Martin Müller feierlich enthüllte und damit die Einweihung eröffnete.

Mutiger Schritt

Den Anstoss zur Solaranlage auf dem Dach seines Geschäftshauses habe ihm Iris Meier gegeben, die Tochter von Bruno Meier, der die Firma vor fast sechzig Jahren gegründet hatte und an diesem Abend ebenfalls anwesend war. Martin Müller drückte Iris dann auch gleich das Mikrofon in die Hand, damit auch sie ein paar Worte an die Anwesenden richten konnte.

Iris Meier gab ihrer Freude und Dankbarkeit Ausdruck, dass ihr Ratschlag auf offene Ohren gestossen sei. Sie gab zu bedenken: Wenn sämtliche bis Ende 2010 in der Schweiz angemeldeten alternativen Projekte aus Biomasse, Geothermie, Windenergie und Photovoltaik ausgeführt werden könnten, würde dies der Kapazität von zweieinhalb Atomkraftwerken in der Grösse von Beznau 1 entsprechen. So ist die neue Solaranlage ein mutiger Schritt in die richtige Richtung.

Installiert wurde die Anlage vom heimischen Unternehmen Rubin, Elektrotechnik GmbH. 2008 habe er die erste Solaranlage gebaut, und dies sei bereits die dreizehnte, erfuhr man von Jürg Rubin. Auch Gemeinderätin Esther Hauri meldete sich zu Wort: Die Baubewilligung sei kein Problem gewesen, da sich das Gebäude nicht im Dorfkern befinde. Unter den geladenen Gästen war auch Rolf Hüsser von der NAB, durch welche die Anlage finanziert wurde.

Der Einweihungsakt wurde mit einem feinen «Sonnenblumendrink» begossen und zur Stärkung gabs Bratwürste vom Grill, gespendet von der Firma Rubin.

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