Kaisten

Eine «Firma von Weltruf» feiert mit 650 Gästen 40 Jahre Standort Kaisten

In der Sporthalle Kaisten feiern über 600 Gäste das 40-Jahre-Jubiläum des BASF-Standortes. SH

In der Sporthalle Kaisten feiern über 600 Gäste das 40-Jahre-Jubiläum des BASF-Standortes. SH

Das Chemiewerk BASF in der Hardmatt ist ein fester und wichtiger Bestandteil der Gemeinde geworden. Vor 40 Jahren wurde es in Betrieb genommen. Jahre zuvor hatte die Firma von Weltruf ihr Interesse für Landkauf in der Gemeinde kundgetan.

Was bereits in den 1950er-Jahren mit einem ersten Landkaufinteresse begann, 1972 mit der Werkeinweihung ein neues Kapitel in der Firmen- wie auch Dorfgeschichte schrieb, ist 2012 den Verantwortlichen einen Moment des Innehaltens, des ausgiebigen Feierns wert. Die BASF lud am Freitagabend anlässlich von 40 Jahren Standort Kaistens zu einem Galaabend ein.

Andreas Dür, Geschäftsführer der BASF Schweiz AG, liess kurz den Blick zurückschweifen. Bereits 1954 suchten Beauftragte der damaligen J.R. Geigy AG nach einem grossen Landkomplex in Kaisten. Der langjährige, mittlerweile pensionierte Gemeindeschreiber Georg Winter erinnerte am Galaabend auch nochmals an jene sehr speziellen Begebenheiten. Wer der Interessent war, wusste man in Kaisten nicht, nur dass es sich um eine Firma mit Weltruf handelt. Dür führte weiter aus, dass die Kaister Ortsbürger im August 1954 dem Verkauf von einem Teil ihres Landes zu einem Quadratmeterpreis von durchschnittlich unter einem Franken zustimmen. 1967 wurde mit dem Bau begonnen, und 1972 (die Geigy hatte zwischenzeitlich mit der Ciba fusioniert) das Werk eingeweiht. Heute beschäftigt das Werk (seit 2009 Teil der BASF-Gruppe) rund 250 Mitarbeitende.

Das Werk wächst weiter

«Schon seit 40 Jahren beweist der Standort Kaisten, dass er sich stetigen Veränderungen von Wirtschaft und Gesellschaft erfolgreich anpasst», so Andreas Dür und machte damit deutlich, dass für die BASF in der Schweiz Kaisten ein wichtiger und bedeutender Standort sei. Worte, denen sich Bernd Brian, Leiter Produktionscluster Region Basel nur anschliessen konnte. Er betonte zudem, dass das Werk innerhalb der BASF ein Beispiel für hochmoderne Automatisierung und sicheres Arbeiten sei.

Wolfgang Bächle, Werkleiter am Standort Kaisten, ergänzte, dass durch die weitsichtige Planung sowie modernster Technologien für die Produktion und die Infrastrukturanlagen die Voraussetzungen für einen kontinuierlichen Ausbau des Werkes geschaffen wurden.

Zu einem kurzweiligen Rückblick fanden sich am Galaabend auch die ehemaligen Werkleiter Willi Zimmerli, Werner Rothweiler, Uwe Hinsen, Abraham Mützenberg (Ingenieur der ersten Stunde) und alt Gemeindeschreiber Georg Winter auf dem Bühnensofa ein. So manch Anekdote wurde so ins gespannt lauschende Publikum getragen.

Ein Platz auf der Weltkugel

«Wir leben mit unserem Chemiewerk und heute insbesondere mit der BASF. Sie ist aus Kaisten nicht mehr wegzudenken und gibt der Gemeinde einen gewissen internationalen Touch und einen Platz auf der Weltkugel. Zumindest im Bereich von Chemie und Spitzentechnologie», machte Josef Amsler, Gemeindeammann von Kaisten deutlich, dass das Werk eng mit der Gemeinde verbunden ist. «Wir wollen mit der BASF am Standort Kaisten die Zukunft im Gleichschritt an- und weitergehen und damit Gewinner auf beiden Seiten und auf allen Stufen schaffen.»

Der Galaabend, der weit in die Nacht hineindauerte, wurde abgerundet durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, mitreissende Musikdarbietungen und einem bestens mundenden Mehrgangmenü.

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