Wallbach/Frick
Eine Baubranche will Synergien in Stammregionen nutzen

Die Obrist Bauunternehmung Wallbach und das Baugeschäft Böller AG Frick spannen zusammen, teilen aus strategischen Gründen ihre Geschäftsfelder auf.

Peter Rombach
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Das Team Obrist und Böller ist sich handelseinig und startet per 1. März im Fricktal mit vielen Gemeinsamkeiten in eine neue Zukunft. zvg

Das Team Obrist und Böller ist sich handelseinig und startet per 1. März im Fricktal mit vielen Gemeinsamkeiten in eine neue Zukunft. zvg

Die Partner sind sich längst handelseinig, wie im Gespräch mit Rudolf Richiger (Obrist-Bau) und Rolf Böller, künftig Niederlassungsleiter Frick, deutlich wird. Sie erkannten die Zeichen der Zeit, zumal sich auch in der Baubranche die Rahmenbedingungen verschärften und Einzelkämpfer auf kleiner und mittlerer Ebene langfristig keine Überlebenschancen mehr haben.

Die juristische wie praktische Neuorientierung beginnt am heutigen 1. März; die Mitarbeitenden wurden vorher informiert. «Wir bleiben in der Region aktiv», versichern Rudolf Richiger und Rolf Böller im Gespräch mit der Aargauer Zeitung. Sie bekennen: «Hier haben sich optimale Partner gut gefunden, um Synergien zu nutzen und das Standbein im Fricktal zu festigen.» Ihre Chancen im immer schwieriger werdenden Bausektor beurteilen sie als gut.

Das Familienunternehmen Böller ist seit 58 Jahren in der Region Frick im Bau- und Holzbaugeschäft aktiv, engagierte sich vor allem im Bereich von Neu- und Umbauten. Und entschied sich nun, das reine Baugeschäft an die Obrist Bauunternehmung zu verkaufen; sie werde per 1. März auch die rund dreissig Mitarbeitenden übernehmen. Böller bleibt künftig insbesondere im Holz- und Solarbau aktiv.

Mit der Übernahme eröffnet die Obrist Bauunternehmung AG eine neue Niederlassung in Frick, die Rolf Böller leitet. Marcel Böller zeichnet als Bauführer für Kundenarbeiten im ganzen Fricktal verantwortlich. Beide sind auch weiterhin als Verwaltungsratsmitglieder der Böller AG gefragt, wie es in einer offiziellen Medienmitteilung heisst. Und darin unterstreicht Robin Richiger, Verwaltungsrat der Obrist Bauunternehmung AG: «Mit den Standorten in Basel, Wallbach, Untersiggenthal und nun auch neu in Frick sind wir mit unserer Kernkompetenz im Hoch- und Umbau und unseren rund 150 Mitarbeitenden im Wirtschafts- und Lebensraum zwischen Basel und Zürich für die Zukunft ideal positioniert.»

Entscheidend seien auch künftig die «starken lokalen Beziehungen» sowie ein «schlagkräftiges Team», betonen die Vertreter der Unternehmen, die Kundennähe und das Erzielen von Synergien für eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft als notwendig erachten. Bei Obrist wie Böller handelt es sich um Familien, die das Aktienkapital halten und im operativen wie strategischen Prozess aktiv eingebunden sind, folglich den breit gefächerten Baumarkt auch in der Region kennen.

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