Laufenburg
Eine Ausstellung, die mit Licht und Schatten spielt

Im Laufenburger Rehmann-Museum steht die Ausstellung «Transparenz und Spiegelung» an. Gezeigt werden Skulpturen aus Glas, Kunststoff und Metall. Bei allen steht ein Thema im Mittelpunkt: Das Spiel mit dem Licht.

Nadine Böni
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Die Kommunikations-Verantwortliche Regula Laux (links) und Kuratorin Cornelia Ackermann mit einem Kunststoff-Guss von Walter Vögeli. Nadine Böni

Die Kommunikations-Verantwortliche Regula Laux (links) und Kuratorin Cornelia Ackermann mit einem Kunststoff-Guss von Walter Vögeli. Nadine Böni

Nadine Böni

Im Rehmann-Museum in Laufenburg ist zurzeit fast nichts, wie es auf den ersten Blick scheint. Es sind noch einige Tage bis zur Vernissage der neuen Ausstellung «Transparenz und Spiegelung» am Samstag, 16. August. Die Ausstellungsobjekte werden in diesen Tagen fertig installiert. Der technische Leiter des Museums, Daniel Waldner, ist währenddessen mit dem Pinsel und einem Kessel Farbe unterwegs, um beim Aufbau entstandene Spuren an den Wänden zu beseitigen. Bei einem Rundgang wird allerdings schon jetzt ersichtlich, wie vielseitig die Ausstellung ist.

40 Jahre in der Schublade

Anstoss zur Ausstellung gab eine Werkgruppe aus Acrylglasplastiken vom Laufenburger Künstler Erwin Rehmann. Beim ersten Experimentieren mit dem Material in den 50er-Jahren habe sich Rehmann eine neue Welt aufgetan, sagt Kuratorin Cornelia Ackermann. Damals aber war der Werkstoff nur in dünnen Platten erhältlich, nicht – wie von Rehmann für seine Körper gewünscht – in Blöcken. Seine Experimentierstücke verschwanden in der Schublade.

Bis Rehmann sie über 40 Jahre später wieder hervorholte. Mit verschiedenen Werkzeugen bearbeitete er das Glas, etwa mit dem Bohrer. Entstanden sind neben einer grossen Skulptur für das Walliser Dorf Vercorin unzählige kleinere Glasobjekte.

Licht und Schatten

Ihnen gegenüber gestellt sind in der Ausstellung Werke, die wie die Glasskulpturen mit dem Licht spielen. Gezeigt werden Objekte und Plastiken von Marguerite Hersberger, Jean Mauboulès, Markus Schwander, Walter Vögeli und Diana Seeholzer (im Kunst-Schau-Fenster). Licht und Schatten, Durchsichtigkeit und Reflexion, Schein und Trug spielen bei allen eine wichtige Rolle.

In der Ausstellung ist alles eine Frage der Perspektive, die Werke aus durchscheinenden und glänzenden Materialien ändern ihr Aussehen mit jedem neuen Blickwinkel. «Je nachdem, wo man steht, sehen die Werke ganz anders aus», sagt Kuratorin Cornelia Ackermann. «Wenn man sich auf die Werke einlässt, entsteht plötzlich eine ganz andere Welt.»

So sind in den Kunststoff-Installationen Walter Vögeli die Bäume des Skulpturengartens gespiegelt. Die Plexiglas-Objekte von Marguerite Hersberger scheinen Farbe und Form zu ändern. Und in den Glasskulpturen von Erwin Rehmann sind nicht nur verspielte Muster zu erkennen, sondern auch die anderen Kunstwerke – und der Betrachter selber. Einen manchmal amüsanten Anblick liefern die übergrossen Abgüsse von gekauten Kaugummis von Künstler Markus Schwander. Etwa, wenn das eigene Spiegelbild darin verzerrt wird.

Angebot für Schulklassen

Vor Ausstellungsbeginn hat das Rehmann-Museum die Schulen in der Umgebung angeschrieben, um sie auf die Möglichkeit von Klassenbesuchen aufmerksam zu machen. Kommunikations-Verantwortliche Regula Laux glaubt, dass die Ausstellung den Kindern und Jugendlichen Kunst vermitteln kann. «Sie bietet auch die Möglichkeit, nach dem Besuch selber mit ähnlichen Materialien zu arbeiten», sagt Laux.

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