Wertvolle Impulse und viele Kontakte gestern Mittwochabend an der «GesichtsPunkte»-Veranstaltung von PricewaterhouseCoopers (PwC) und der «Nordwestschweiz» am neuen Hauptsitz des Familienunternehmens Häring und Co. AG in Eiken.

Das Unternehmen ist von Pratteln BL ins Fricktal gezogen und konnte aus nicht alltäglichen Perspektiven kennen gelernt werden. Dabei wurde der Weg der experimentellen Architektur mit dem Werkstoff Holz auf eindrückliche Art und Weise aufgezeigt.

Die rund 70 Gäste wurden nach der Begrüssung durch Philippe Bingert, Leiter der PwC-Geschäftsstelle Basel, nicht einfach auf einen Betriebsrundgang mitgenommen. Sie konnten vielmehr selber Hand anlegen und einen vertieften Blick in die Produktion des modernen Holzverarbeiters werfen.

Die Herstellung präziser Holzbauteile, der Rohstoff Holz, die moderne Konstruktionsplanung und der Einbruchschutz bildeten Themen von Workshops.

CEO Oscar Elias erklärte im anschliessenden Wirtschaftsdialog mit dem «Nordwestschweiz»-Chefredaktor Christian Dorer: «Das Interesse an dem, was wir produzieren und vor allem auch wie unser Betrieb arbeitet, ist sehr gross.

Wir sind erst seit diesem Jahr in Eiken produktiv und haben bereits mehr als tausend Gäste durch den Betrieb geführt», sagte Elias und ergänzte: «Wir stehen ganz eindeutig am Anfang einer Revolution im Holzbau.

Wer mit dem Werkstoff Holz etwas erschaffen will, benötigt einen verlässlichen und kreativen Partner. Das ist das traditionelle Familienunternehmen Häring, wo mit innovativen baulichen Lösungen, hoher Handwerkskunst, moderner Technik und viel Wissen Menschen beim Bauen eines Zuhauses oder eines Arbeitsortes unterstützt werden.

Aargau übertrumpft Baselland

Das bisher in Pratteln ansässige Unternehmen baute im Fricktal auf grüner Wiese seinen neuen Hauptsitz und eröffnete damit ein völlig neues Kapitel in seiner 130-jährigen Geschichte.

Warum der Kantonswechsel? «Wir haben drei Standorte evaluiert», so Elias. «Der Aargau hat sich intensiv um uns bemüht und unbürokratisch gehandelt.» Dabei zeigte er auf Florian Gautschi von der Aargauer Wirtschaftsförderung, der im Publikum sass. «Dank ihm sind wir hier.»

Wie die Firma Maschinen und Produktionsabläufe konsequent für die digitale Produktion von Bauteilen des 21. Jahrhunderts optimiert hat, kann nun am neuen Hauptsitz in Eiken umgesetzt werden.

Schliesslich ist auch das Konzept durch die Logistik und kurze Wege geprägt, wodurch sich effiziente Abläufe ergeben. Grosszügige Räume und viel Glas im Neubau in Eiken schaffen eine Durchlässigkeit, welche das intensive Zusammenspiel der Fachleute in Planung und Produktion zum Ausdruck bringt und es gleichzeitig fördert.

«Mit 91 Beschäftigten sind wir ins Fricktal gezogen, 25 neue Stellen haben wir in dieser kurzen Zeit geschaffen», hielt Oscar Elias fest. Grund sei die gute Beschäftigungslage in der Schweizer Bauwirtschaft.

«Holz ist der Baustoff der Zukunft»

«Ist Holz gefragt als Baustoff oder ist Holz einfach in Mode?» Diese Frage von Christian Dorer inspirierte den Häring-CEO förmlich zu einer umfassenden Antwort: «Holz ist der Baustoff der Zukunft, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. Es werden bei uns Pläne in 2D angeliefert, die wir in 3D umwandeln und schliesslich auf den Baustellen in der Praxis mit Holz umsetzen.»

Zur Frage nach den Vorteilen von Holz gegenüber anderen Baustoffen sagte Elias: «Holz ist ein Rohstoff, der nachwächst, der bei uns erhältlich ist. Das ist ein grosses Plus für Holz.»

Wie Holz eingesetzt werden kann, zeigt sich in der Region zum Beispiel eindrücklich bei den Saldome-Bauten der Schweizerischen Rheinsalinen in Rheinfelden. Für diese wurden 700 Bäume aus dem Rheinfelder Wald gefällt.