Landumlegung
Ein Wittnauer präsidiert die Güterregulierung in Eiken

Herbert Schmid aus Wittnau ist Präsident der Ausführungskommission der Bodenverbesserungsgenossenschaft in Eiken. Mit grossem Mehr wurde er an der konstituierenden Sitzung gewählt.

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Ziel der Landumlegung in Eiken ist unter anderem die Vereinfachung der Bewirtschaftung der einzelnen Grundstücke. – Foto: chr

Ziel der Landumlegung in Eiken ist unter anderem die Vereinfachung der Bewirtschaftung der einzelnen Grundstücke. – Foto: chr

Die Durchführung der Modernen Melioration (MM) ist in Eiken mit der Gründung der Bodenverbesserungsgenossenschaft (BVG) seit dem 12. September 2013 beschlossene Sache. Die weiteren Vorbereitungsarbeiten konnten inzwischen getroffen werden, sodass gemäss der Verordnung über die Strukturverbesserungen die beteiligten Landeigentümer die konstituierende Versammlung durchführen konnten. Es nahmen daran 105 Alleineigentümer und 8 Erbengemeinschaften teil. Geleitet wurde die Versammlung vom Eiker Gemeindeammann Peter Balzer.

Frage nach der Geschäftsprüfung

Bei der Genehmigung der Statuten tauchte die Frage nach der Prüfung der Geschäftstätigkeit der BVG auf. Nach Auskunft eines Versammlungsteilnehmers, der selber bereits bei acht Regulierungen als Aktuar und/oder Kassier beteiligt war, hätte die Finanzkommission jeweils bloss die Finanzen überprüft und nicht auch noch die übrigen Geschäfte. Dies sei aber in den Statuten nicht so geregelt, hielt ein Votant fest, der aber keinen Antrag auf Abänderung stellen wollte, wie er sagte.

Keine Pauschalentschädigungen

Ebenfalls zu Diskussionen kam es anschliessend bei der Genehmigung der Entschädigungsansätze der Genossenschaftsfunktionäre (mit Ausnahme des Präsidenten). So kam aus der Mitte der Versammlung der Antrag für eine Pauschalentschädigung der Mitglieder sowie für Kassier und Aktuar, plus die Entschädigung von Tages- und Halbtagessitzungen. Zudem sollte mit 40 Franken pro Stunde entschädigt werden, wer der Rechnungsprüfungskommission angehört. Gemeindeammann Balzer erläuterte, es seien keine Pauschalentschädigungen vorgesehen, weil es im Verlaufe der Regulierung mitunter auch länge Phasen geben könne, in denen die Funktionäre keine Aktivitäten vorzunehmen hätten. Nach weiteren Diskussionen für und gegen die Ausrichtung von Pauschalentschädigungen unterlag in der Abstimmung der Antrag mit 29 zu 45 Stimmen.

Keine Jungen – alle älter als 50

Nachdem der Gemeindeammann die zur Wahl stehenden Mitglieder und den Präsidenten vorgestellt hatte, meinte ein Landbesitzer: «Es ist sehr schade, dass nicht einer der Vorgeschlagenen der jüngeren Generation angehört, es sind alle älter als 50.» Da es keine Gegenvorschläge gab wurden als Mitglieder der BVG-Ausführungskommission mit der Stimmenmehrheit gewählt: Herbert Schmid, Wittnau (Präsident), Emil Hablützel, Urdorf (Aktuar und Kassier), Christian Fricker, Frick (Vizepräsident und Nachbargemeinden), Hansruedi Apolloni, Kaisten (Landwirtschaft und auswärtige Grundeigentümer), Martin Bachofer, Herznach (Natur und Landschaft), Hans John-Ehrsam, Eiken (Landwirtschaft) und Gemeindeammann Peter Balzer, Eiken (Vertreter des Gemeinderats).

Es wurde der Kommission die Kompetenz erteilt für Grundstückkäufe bis zum Totalbetrag von 500 000 Franken und die Eröffnung eines entsprechenden Kontokorrents. Damit sich die Zonenplanrevision und die Güterregulierung nicht tangieren, gibt es in den nächsten 3 Jahren in Eiken weder Umzonungen noch Erweiterungen, wie Gemeindeammann Peter Balzer erwähnte. Es tauchte der Vorschlag auf, auch den Wald in die Melioration einzubeziehen und diese Kosten die Ortsbürger berappen zu lassen. (chr)