Rheinfelden
Ein wichtiger Baustein für ein heute und morgen sicheres Fricktal

Am Mittwoch fand in Rheinfelden der Spatenstich für das regionales Sicherheitszentrum statt. Ab Herbst 2015 werden hier Staatsanwaltschaft beider Fricktaler Bezirke, die Kantonspolizei, die Regionalpolizei und die ZSO Unteres Fricktal arbeiten.

Susanne Hörth
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So wird sich ab Herbst 2015 das neue Verwaltungsgebäude präsentieren.

So wird sich ab Herbst 2015 das neue Verwaltungsgebäude präsentieren.

Susanne Hörth

Stadtammann Franco Mazzi konnte es am Mittwochnachmittag nicht sein lassen und begrüsste mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht Regierungsrat Roland Brogli nicht nur in dessen Funktion als Landammann, sondern auch als ehemaligen Stadtschreiber von Rheinfelden. Die Stadt hatte zum Spatenstich eingeladen. Die Ortsbürgergemeinde Rheinfelden realisiert für und zusammen mit dem Kanton Aargau und der Einwohnergemeinde Rheinfelden an zentraler Stelle, auf dem Areal des Werkhofs ein neues Verwaltungsgebäude für die regionale Staatsanwaltschaft, die Kantons- und Regionalpolizei sowie die Zivilschutzorganisation Unteres Fricktal. Insgesamt 11,4 Millionen Franken werden investiert.

Weitsicht

«Dank der planerischen Weitsicht unserer politischen Vorfahren wird es möglich sein, hier an diesem strategisch günstigen Ort, im Neubau für die Institutionen für Sicherheit und Ordnung für das Fricktal unterzubringen», so Mazzi in seiner Begrüssungsrede. «Zusammen, nahe beieinander, mit kurzen Wegen, schnellen Informationen. Ein echtes Kompetenzzentrum für die Sicherheit und Ordnung.»

Die Stadt freue sich, mit dem neuen Gebäude einen wichtigen Baustein zu einem heute und in Zukunft sicheren Fricktal leisten zu können, so der Stadtammann und weiter: «Damit nicht nur Rheinfelden lebenswert und liebenswert ist und bleibt, sondern das ganze Fricktal.»

Etwas Besonderes

«Dieser Spatenstich ist etwas Besonderes», sagte Landammann Roland Brogli. So hätten Ortsbürgergemeinde, Einwohnergemeinde und der Kanton bei der Planung des Vorhabens bestens zusammengewirkt. «Ich bin überzeugt, auch die Realisierung wird erfolgreich sein.» Weiter werde hier in einem Neubau erstmals das Drei-Zonen-Sicherheitskonzept für Polizeigebäude des Kantons umgesetzt. Ausserdem, so Brogli und griff damit Franco Mazzi eingangs gemachte Bemerkung auf: «Freut es mich besonders, dass ich nicht nur als Landammann am Spatenstich teilnehmen darf, sondern auch als ehemaliger Rheinfelder Stadtschreiber. Rheinfelden ist und bleibt eine wichtige Station auf meinem politischen Weg.»

Während bei den meisten der regionalen Staatsanwaltschaften im Kanton die Standorte bestimmt waren, gab es um jene von Rheinfelden-Laufenburg ein längeres Seilziehen. Rheinfelden behauptete sich gegenüber Laufenburg in diesem Wettbewerb mit klaren Vorteilen. Brogli nannte dazu einige der ausschlaggebenden Faktoren. Dazu gehörte unter anderem die Schaffung des Kompetenzzentrums an bester Lage, mit guter Erreichbarkeit mit öffentlichen und privaten Verkehr. Auch die Erweiterungsmöglichkeit - allenfalls später das Gericht auch noch hier zu integrieren - gehörte zu den Entscheidungskriterien. «Und die Tatsache, dass Zweidrittel der Fälle aus dem Bezirk Rheinfelden stammen», so der Regierungsrat.

Ideale Lösung

Der Regierungsrat zeigte sich überzeugt, dass hier für die 75 Arbeitsplätze eine hervorragende Infrastruktur mit zweckmässigen Büros, moderne Einvernahme-Technik, Spezialräume, tiergerechte Hundezwinger, Einstellzellen und so weiter entstehen wird. «Da greife ich gerne zum Spaten», lachte Brogli. Musste sich aber bis zum Spatenstich noch etwas gedulden.

Hans Peter Fricker, Generalsekretär vom Departement Volkswirtschaft und Inneres hob in seiner Grussbotschaft ebenfalls die vielen Vorteile hervor, welches es hat, dass im regionalen Sicherheitszentrum künftig Kantonspolizei, Regionalpolizei mit der Staatsanwaltschaft für die Bezirke Rheinfelden und Laufenburg sowie die Zivilschutzorganisation Unteres Fricktal unter einem Dach arbeiten werden. «Eine ideale Lösung für die Strafverfolgung und für die optimale Zusammenarbeit.»

Geplant ist, dass der Neubau für seinen künftigen Nutzer bis Herbst 2015 bezugsbereit sein wird. Einen kleinen Beitrag zu den Bauarbeiten leisteten am späten Mittwochnachmittag all die am Projekt beteiligten Personen. Mit Helm und Spaten ausgerüstet wurden beim Spatenstich schon einige Schaufeln Erde bewegt.