Im 15. Jahr seines Bestehens steht das Rehmann-Museum in Laufenburg vor Veränderungen: Da die künstlerische Leiterin und Kuratorin Cornelia Ackermann im November das Haus verlässt (die az berichtete), ergeben sich personelle und konzeptionelle Neuerungen in dem 2001 eröffneten Museum. Wie es nach Ackermanns Weggang weitergeht mit der Konzeption der Ausstellungen, ist derzeit noch offen.

Bis Ende November im Haus

Acht Jahre lang hat die in Gipf-Oberfrick lebende Cornelia Ackermann federführend die Ausstellungen im Museum konzipiert und gestaltet und die Künstler ausgesucht. Auch die aktuelle Sonderschau «Raum_Körper» trägt ihre Handschrift. Noch bis Ende November, solange die neue Ausstellung dauert, bleibt Ackermann im Haus und tritt auch bei Veranstaltungen im Begleitprogramm in Erscheinung.

Das Museum mit dem Skulpturengarten am Rhein hat wieder ein reichhaltiges Programm zusammengestellt und macht auch bei den grenzüberschreitenden Laufenburger Kulturtagen «Fliessende Grenzen» und der Kulturnacht mit.

Der nächste Programmpunkt findet bereits diesen Freitag statt: Um 19 Uhr lockt ein Gartenfest mit Swing und Chansons des Domino String Quartet in den Skulpturenpark. Am 17. Juli, 14 Uhr, führen dann Larissa Dätwyler und Alois Schmelzer durch das Museum und die aktuelle Schau.

Volles Programm

Im Rahmen der Kulturtage «Fliessende Grenzen» sind am 2. August von 14 bis 16.30 Uhr Kinder ab sieben Jahren zu einer Erkundungstour durchs Museum eingeladen. Um Begegnungen «auf den Spuren der Kunst» geht es am 6. August um 14 Uhr bei einem Picknick und Gesprächen mit Asylbewerbern und anderen Museumsbesuchern.

«Aus erster Hand» können Besucher am 28. August bei einem Rundgang und KünstlerGespräch etwas über die Kunstwerke erfahren. Cornelia Ackermann wird mit Künstlern über ihre Arbeiten sprechen. Am 20. September beteiligt sich das Rehmann-Museum dann an der Kulturnacht und öffnet die Räume und den Garten für Kurzkonzerte verschiedener Chöre. Speziell zur aktuellen Ausstellung macht die Pianistin, Komponistin und Künstlerin Anmari Metsa Yabi Wili am 25. September um 17 Uhr eine Performance und führt ein extra für diesen Anlass komponiertes Werk auf.

«Jazz im Museum» heisst es am 8. Oktober, wenn das Cécile Verny Quartett die Räume zum Swingen bringt. Spannend und experimentell wird es schliesslich am 23. Oktober bei einer Matinee mit Literatur, Lyrik, elektronischer Musik, Trompetenklängen und Piano.

Hommage für Erwin Rehmann

Ende November gibt es dann eine spezielle Hommage zu Ehren des Museumsgründers, des Laufenburger Bildhauers Erwin Rehmann, der am 27. November seinen 95. Geburtstag feiert. Aus diesem Anlass zeigt der bekannte Schweizer Eisenbildhauer Arbeiten, die noch nie ausgestellt waren.

Wie künftig die Ausstellungen im Museum gestaltet und organisiert werden, ist derweil noch offen. 17 Ausstellungen hat Cornelia Ackermann in ihren acht Jahren kuratiert und in dieser Zeit spannende klassische, zeitgenössische und moderne Kunst ins Museum geholt. Nach diesen interessanten Jahren will sie sich, wie sie sagt, neu orientieren und «Platz für Neues und Anderes» schaffen.