Frick
Ein Traditionsgeschäft verschwindet: Papeterie Fricker schliesst Ende Jahr

Die Papeterie Fricker geht Ende Jahr zu. Grund dafür ist das wirtschaftlich schwierige Umfeld. Es ist die letzte Papeterie des Dorfes.

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Ende Jahr bleibt die Türe zu: Die Papeterie Fricker schliesst aus wirtschaftlichen Gründen.

Ende Jahr bleibt die Türe zu: Die Papeterie Fricker schliesst aus wirtschaftlichen Gründen.

Nadine Böni

«Etwas zu beginnen, erfordert Mut. Etwas zu beenden, noch mehr.» Mit diesem Zitat der deutschen Lyrikerin Anke Maggauer gibt Arnold Fricker in einem Zeitungsinserat das Ende der Papeterie Fricker bekannt. Damit geht eine über 100-jährige Geschichte zu Ende: Das Fachgeschäft in Frick bestand seit 1912.

Geschäftsführer Fricker war für die az gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Im Inserat gibt er allerdings einen Einblick in die Hintergründe der Laden-Schliessung: «Aus wirtschaftlichen Gründen sehen wir uns gezwungen, unseren Laden per Ende dieses Jahres zu schliessen», heisst es. Fricker dankt ausserdem allen Kunden für die Treue gegenüber der Papeterie.

Bis Ende Jahr findet nun ein Ausverkauf im Laden statt. Dann verschwindet ein langjähriger Bestandteil der Fricker Hauptstrasse endgültig – und auch die letzte Papeterie im Dorf, nachdem vor Jahren bereits die Papeterie Suter zumachte.

Verlust für die Hauptstrasse

Beim Gewerbeverein Gewerbe Region Frick Laufenburg (Geref) löst die Schliessung grosses Bedauern aus. «Es ist schade, dass ein weiteres Verkaufsgeschäft zugeht. Das ist ein Verlust für den Platz Frick», sagt Daniel Müller, Leiter des Bereichs Verkauf-Dienstleistungen beim Geref.

Ein Nachteil sei dies einerseits für die Kunden. «Sie müssen künftig weitere Anfahrtswege in Kauf nehmen, um ein Fachgeschäft zu erreichen», sagt Müller. Andererseits befürchtet er aber auch Auswirkungen für das Leben an der Fricker Hauptstrasse: «Die Verkaufsläden ziehen mehr Publikum an als Dienstleistungsbetriebe. Nun geht wieder ein wichtiger Laden verloren.»

Ähnlich ist die Meinung von Gemeindeammann Daniel Suter. Je weniger Geschäfte es an der Hauptstrasse gebe, desto weniger Publikum sei unterwegs. «Das ist für kein Geschäft gut», sagt Suter. «Für eine lebendige Hauptstrasse braucht es die Vielfalt der Läden.» Die Schliessung der Papeterie sei daher «eine wirklich bedauerliche Neuigkeit für Frick».

Sowohl Gemeindeammann Suter als auch Geref-Vorstand Müller hoffen nun, dass die frei werdende Fläche an der Hauptstrasse 70 möglichst bald wieder genutzt wird – «am besten durch einen neuen Verkaufsladen mit entsprechendem Publikumsverkehr», wie Müller sagt.