«Kindergärten sind für Kinder in vielen Fällen die erste Begegnung ausserhalb der Familie mit einer grösseren Gemeinschaft, wo sie sanft auf die Schule vorbereitet werden», erklärte Martin Steinacher, Präsident der Schulpflege. «Die Kosten und der Termin wurden eingehalten, die haben Super-Arbeit geleistet», lobte er die ausführende Baufirma Erne.

«Das ist ein toller Rückzugsort für die Kinder. Ich wäre am liebsten noch jung und würde in den Kindergarten gehen», befand Steinacher zur Eröffnung des Neubaus des Kindergartens Vogtsmatte, wo neben der Gruppe des abgerissenen Kindergartens auch die Kindergartengruppe aus dem Dürrenbächli einzieht und die von einem Verein geführte Spielgruppe Heugumper für jüngere Kinder untergebracht ist.

Kosten von 2,75 Millionen

Zum Eröffnungsfest waren zahlreiche Eltern, Kinder und Anwohner gekommen, um einen Blick in das neue Gebäude zu werfen. «Bürgermeister Ulrich Krieger aus dem deutschen Laufenburg ist auch da, der schaut da, weil sie auch einen Kindergarten gebaut haben, nur ein bisschen grösser als unserer», sagte Gemeinderat André Maier mit der Zuständigkeit für das Bauen.

Die Baukosten betrugen 2,75 Millionen Franken. Stadtammann Herbert Weiss stellte fest, dass die Kindergarteneröffnung wichtig für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde sei. «Wir haben von den Finanzen her jährlich zehn Millionen Franken Steuereinnahmen, wovon wir ein Drittel für die Bildung ausgeben», meinte der Stadtammann.

Architekt Roland Lenzin hatte das Projekt zunächst entwickelt und später, nach der Übergabe an die Firma Erne, den Bauherrn weiter beraten. Lenzin führte aus, dass die Planung schon 2015 begonnen wurde. «Wir haben uns vor allem auf die Bedürfnisse konzentriert, die in dem Gebäude zum Zuge kommen sollten», sagte Lenzin. «Es war uns viel daran gelegen, ein nachhaltiges Gebäude zu erstellen.»

Das zweigeschossige Gebäude mit 400 Quadratmetern Grundfläche wurde in Holzbauweise errichtet mit guter Wärmedämmung und einer Photovoltaikanlage auf dem Dach. Da die obere Etage im Inneren lediglich auf vier Stützen ruht, können sämtliche Wände je nach künftigen Bedürfnissen auch wieder versetzt werden. Das Gestaltungs- und  Materialkonzept sowie die Gestaltung der Innenausstattung und Fassade stammt von Reichertarchitekten aus Basel.

Die Erzieherinnen dankten vor allem Irène Leonforte, die die Kindergärten in der Baukommission vertritt. «Es ist superschön, in dem Gebäude zu arbeiten», erklärte eine der Erzieherinnen, die für das Aussengelände eine selbst geschaffene, bunte Holzskulptur enthüllten. Kindergartenkinder und Primarschüler umrahmten den offiziellen Part der Eröffnungsfeier mit Liedern und Tänzen, bevor das Gebäude zur Besichtigung geöffnet wurde.